Wie wir zum Camping kamen

Camping – Das war in meinem Leben anscheinend vorprogrammiert!

Also, ganz ehrlich: Diese Seite bereitet mir gerade am meisten Kopfschmerzen! Wie beschreibt man sich selber? Was sagt man über sich? Nur Gutes natürlich. Na klar!

Kurz etwas über uns

Frank, mein Mann (*November 1972, FI-Anwendungsentwicklung) und ich (Bianca *Juli 1973, ehemalige Sozialversicherungsfachangestellte und seit Oktober 2019 Vollzeitbloggerin) haben uns bereits 1986 in der Schule kennen gelernt. Aber mehr als Schulkameraden waren wir nicht.

Wir waren zwischenzeitlich beide verheiratet und haben jeweils zwei Kinder – natürlich mit und von anderen Partnern.

2008 hat das Schicksal das zu Ende geführt, was wohl schon 1986 begann – aber keiner von uns beiden zuvor bemerkt hat. Wir haben zueinander gefunden!

Frank war zu diesem Zeitpunkt bereits von seiner Frau getrennt und ich habe meine, bis dato recht lieblose Ehe, nach bereits 15 Ehejahren kurzerhand beendet. Kurz drauf bin ich, mit Frank und meinen beiden Schlüpfküken, von Herne nach Bochum gezogen. 

Nachdem meine Scheidung dann auch endlich einmal, nach etwas über 3 Jahren,  durch war, haben wir im Juni 2012 geheiratet. 

Frank von 4 Reifen 1 Klo
Frank und Bianca haben geheiratet

Camping war schon immer ein Thema

Ich war bereits als Kind schon immer bei meinen Großeltern auf dem Campingplatz.

Viele Erinnerungen haben ich daran – glückliche Erinnerungen! Schon heftig, wenn man bedenkt, dass meine Großeltern eigentlich recht streng waren. 

Es war einfach eine traumhafte Zeit. Wir konnten in den angrenzenden toten Arm vom Kanal springen – ohne Gefahr, aber mit eine Menge Spaß. Mit dem alten Klappfahrrad, was bei Wind und Wetter auf der Parzelle sein dasein fristete, über den Platz fegen. Kinderfeste wurden ausgerichtet, bei dem auch die Kinder wirklich eine Rolle spielten und aktiv an dem Kinderfest mitmachen konnten.

Schrecklich fand ich die übel riechenden Toiletten. 

Aber das gehört alles zum Camping dazu – irgendwann zwischen 1975 und 1985.

Als 4-jährige auf dem Arm meines Großvaters

Die Camping-Toiletten haben wirklich ein Trauma bei mir hinterlassen. Den Porta-Potti im Wohnwagen durften wir nur Nachts benutzen. 

Jeder Toilettengang wurde dadurch eigentlich zur Qual und man hätte besser in die umliegenden Wälder sein Geschäft erledigen können.

Abgesehen von dem Geruch, waren da Unmengen an Fliegen, Spinnweben und Spinnen. Uahhhh….

Camping halt – so zwischen 1975 und 1985…

Und dann war da noch die „frische Milch“. Mit Milchkännchen bewaffnet, bin ich mit meine Tante, die gerade mal 2 Jahre älter ist als ich, zum Bauern gelaufen, um frische Milch von der Kuh zu kaufen. Die war sooooo ekelig und wurde auch mit Tonnen von Kakao nicht leckerer. Aber da waren meine Großeltern echt hart. Ist halt soooo gesund! Auch das war Camping…

Federball spielen, Geburtstag feiern (ich hatte ja regelmäßig in den Sommerferien Geburtstag), Schnitzeljagd oder einfach seinen Durst an einem der Wasserhähne stillen, die auf dem Campingplatz verteilt waren. Damals habe ich diese „Camping-Freiheit“ noch nicht zu schätzen gewusst. Rückblickend würde ich sagen, dass dies der Beginn meiner Campingleidenschaft war!

Zeltlager - die andere Art Camping

Ab meinem 9. Lebensjahr wurde ich mit meinem Bruder ins Zeltlager geschickt. 

Die Eingewöhnungszeit fand ich immer wieder grausam. 

Nachdem wir, nach einer langen Busfahrt irgendwo auf Norderney, in Berlin oder im idyllischen Bayern angekommen waren, waren die Gruppenzelte bereits aufgestellt. Die Zeltzuordnung erfolgte, wobei ich immer froh war, wenn ich mit meinem jüngeren Bruder zusammen in einem Zelt untergebracht wurde. 

Nun mussten die alten Jutesäcke noch mit Stroh gefüllt werden. Schließlich schliefen wir mit unseren Schlafsäcken auf Heu. 

Spannend wurde es, wenn starker Regen einsetzte. Dann mussten Gräben um die Zelte herum ausgehoben werden, damit die Zelte nicht endgültig absaufen.

Noch heute habe ich das Klappergeräusch des Alugeschirr in den Ohren. Und heute…ja da wird diskutiert, ob das Alu des Omnia-Backofens gesundheitsgefährdend ist. 

Zwischendurch habe ich auch mal die Krankenstation kennnegelernt. Ich glaube, daher habe ich die Ablehnung gegen Kamillentee. Den gab es nämlich immer als „Gesundheitstrunk“.

Doch die Zeit im Zeltlager möchte ich auch nicht missen. Es war toll! Viel Freiheit, allerdings mit einigen Pflichten, wie Spül- oder Tischdienst, gemischt.

Dort habe ich die tollsten, gruseligsten, aber auch lustigsten Nachtwanderungen erlebt.

Camping im Zeltlager ist halt etwas anders, aber auch toll!

Die Neuzeit - ab jetzt schreibe ich Campinggeschichte!

Es mussten viele Jahre vergehen, bis meine Camping-Ära weiterging.

Ich hatte, während meiner ersten Ehe, einen festen Campingplatz und einen Wohnwagen. Mit dem Wohnwagen waren wir in den Sommerferien in Frankreich und Spanien campen.

Aber wie das so ist bei einer Scheidung. Auf manches muss man verzichten und somit wurden der Stellplatz und der Wohnwagen „Scheidungskinder“, die nicht bei mir blieben. Dafür bereichern meine beiden Schlüpfküken (Joanna *Februar 1998 und Josephine „Josy“ *Juli 2001) unser Leben nicht nur beim Camping .

Bianca von 4 Reifen und 1 Klo
Bianca; 4 Reifen 1 Klo
Joanna (li.; *1998, 1,55m), Josy (re.; *2001, 1,65m)
Joanna
Josephine "Josy"

Da ich gerne die Privatsphäre meiner Schlüpfküken schützen möchte (schließlich landen alle Bilder in den tiefen Abgründen des www), werde ich sie hier ein einziges Mal zeigen. In allen anderen Beiträgen werden sie zwar auch zu sehen sein, aber niemals ihre Gesichter. 

Joanna ist es bereits gewohnt, mit ihrer Größe von 1,55m, einige „Hindernisse“ zu überwinden. Nachdem sie im Juli 2017 ihr Abitur bestanden hat, studiert sie nun Psychologie. Menschen helfen war schon immer ihr Ding.

Josephine besucht gerade die Oberstufe. Somit ist für sie auch erstmal das Abitur geplant. Was danach kommt, werden wir sehen. Irgendwas mit Tieren…

Beide lieben Camping und das Reisen mit dem Wohnmobil. Ich finde, sie laden sich beim Camping einfach wieder gut auf. Auch ihr Akku ist mittlerweile schon ziemlich schnell leer. Während unserer Fahrten schlafen sie viel, wollen aber mittlerweile auch mehr „sehen“. An solchen Camping-Wochenenden war ihnen nie wichtig, sich mit Freunden zu treffen. Aber natürlich haben wir ihnen auch die Freiheit gelassen, sich mit ihrem Papa zu treffen oder auch mal bei Freunden zu schlafen. 

Sie beiden kommen großartig mit Frank klar, was unser harmonisch, chaotisches Zusammenleben natürlich noch stärkt. 

Frank und sein Überraschungseffekt

Im Sommer 2010 hatte Frank, der bis dato nix mit Camping oder ähnliches an der Mütze hatte, dann die überraschende Idee, dass wir uns doch vielleicht ein Wohnmobil leihen könnten. Er wollte Camping mit einem Wohnmobil mal ausprobieren. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sprachlos ich war. Ich…deren Sprachzentrum eher wach ist, als das Guckorgan. Ich war begeistert! Allerdings gestaltete sich diese Idee schwieriger, als angenommen. Diese spontane Wahnsinnsidee hatte er nämlich ca. 2 Wochen vor den Sommerferien! Zum Glück haben dann noch ein Angebot bekommen. Da wir keine großartige Auswahl hatten, haben wir dieses Angebot natürlich angenommen.

Unsere erste Reise war für 21 Tage geplant und sollte vom Ruhrgebiet nach Calais (Frankreich), dann zum Atlantik, ans Mittelmeer und über Monaco und Schweiz zurück gehen.

Von da an war mein Mann krank! Er hatte die unheilbare „Womolistenkrankheit“. Es sind bereits tausende daran erkrankt. Die Dunkelziffer ist noch viel höher. Sie ist nicht tödlich, hat aber vielen Nebenwirkungen wie z.B. Camping am Meer, unbändige Reiselust oder den Drang nach Freiheit.

Bei ihm machte sich die Krankheit rasend schnell mit den ersten Symptomen merkbar:

Schlaf wurde überbewertet. Er wollte nur noch fahren, fahren, fahren und jedes Ereignis in sich aufsaugen. Campingplätze waren plötzlich 5-Sterne Hotels. Und in eine Jeans bekam ich ihn gar nicht mehr rein „Das ist alles so beklemmend„. Stattdessen schwang er sich in die Jogginghose.

Frank im Dethleffs

Und nicht, dass man annehmen könnte, dass es zu hause besser werden würde. Nein, es wurde schlimmer!

Er suchte im Internet nach entsprechenden Wohnmobilen für „unsere Ansprüche“, damit wir schnellstmöglich zum Camping mit dem Wohnmobil kommen.

Unsere Ansprüche waren eigentlich nicht groß: Das Wohnmobil sollte lediglich Platz für 6 Personen haben! Aber das war anscheinend ein sehr großer Anspruch. Leider habe ich in der Vergangenheit immer darauf Rücksicht genommen, dass Frank seine 2 Schlüpfküken auch mitkommen konnten. Ansonsten wäre unsere Suche bestimmt leichter ausgefallen. 

Wir suchen unser Wohnmobil

Der Caravan-Salon Düsseldorf, der Weltgrößen Camping-Messe, stand kurz bevor. Somit informierten wir uns auf der Caravan-Messe 2010 in Düsseldorf über die verschiedensten Wohnmobile. Dort herrscht ein unglaubliches Angebot für Camping, Wohnmobile, Caravan und vieles mehr und man wird von In-puts fast erschlagen. Wir entschieden uns schließlich für einen RIMOR Koala 45. Unser Traum vom Camping mit dem Wohnmobil nahm Gestalt an….

Frank
Rimor Wohnmobil
Bianca

Fünf Jahre hat er uns beim Camping gute Dienste geleistet, bis wir 2015 auf das neue Modell, den RIMOR Super Brig 687 tc, umgestiegen sind.

Es ist zwar nicht mehr für 6-Personen geeignet, aber die Kids werden nun Mal auch älter und die Interessen ändern sich, also fuhren sie teilweise nicht mehr mit.

rimor super brig687tc-4,2t-wohnmobil-900px

Und so ist es auch entstanden, dass Joanna und ihr Freund Dennis dem Campingfieber verfallen sind. Somit gibt es neben „4 Reifen und 1 Klo“ jetzt auch „4 Reifen und 1 Zelt“.

Und ich muss sagen:

Ich bin da schon sehr stolz drauf!!!

„Über uns“ gibt es so viel zu erzählen. Begleite uns einfach und erfahre ständig mehr. Eine Freundin hat uns mal 5 in Worte zusammengefasst:

WE LOVE TO ENTERTAIN YOU!  Stimmt!

Ich freuen mich auf deine Begleitung!

©4reifen1klo.de