Wohnmobil mietet – das musst du wissen!

Wohnmobil mietet – das musst du wissen!
Das muss man beim Wohnmobil mieten beachten

Wohnmobil mieten

Einen Urlaub mit dem Wohnmobil - wer träumt nicht davon? Doch wer keine Erfahrung mit Camping hat, möchte sich nicht direkt ein Wohnmobil kaufen, sondern es erst einmal ausprobieren. Frei nach dem Motto: "Warum soll ich eine ganze Kuh kaufen, wenn ich nur ein Glas Milch probieren will?"

Zum Glück, gibt es eine Unmenge an Vermietstationen von Wohnmobilen. Doch worauf muss ich achten?

Genau vor diese Situation standen wir im Sommer 2010. Bei uns war nur noch eine "winzige" Hürde zusätzlich eingebaut: Mein Herzensmensch kam nämlich 2 Wochen vor Beginn der Sommerferien auf die glorreiche Idee, dass wir "ganz spontan" mit dem Wohnmobil für 3 Wochen in den Urlaub fahren könnten. Ganz spontan? Mein lieber Herr Gesangsverein...

Eins vorweg: Natürlich ist es möglich, ein Wohnmobil, 2 Wochen vor Beginn der großen Sommerferien zu mieten. Aber dann sinkt die Auswahl und steigen die Preise 😉 . Und zwar drastisch!

Mein Herzensmensch übernahm die Aufgabe, die entsprechenden Vermietstationen herauszufinden. Ich übernahm die Recherche "Auf was man achten muss".

Eigentlich dachte meine Herzensmensch, dass er schnell mit den Thema durch ist. Denn was fällt uns allen eigentlich spontan ein, wenn man ein Wohnmobil mieten möchte? Klar, der ADAC! Jedoch stellte sich schnell heraus, dass dieses Thema umfangreicher war, als angenommen...

Neben den klassischen Vermietstationen, wie ADAC , kann man auch noch von Privat-Leuten mieten. Das ist gar nicht so ungewöhnlich, wie man denkt. Auch wir haben uns vor einiger Zeit mit diesem Thema beschäftigt.

Vermietstationen

Wer ein Wohnmobil mieten möchte, sollte sich folgende Plattformen anschauen:

Bei diesen Plattformen kann man Reisemobile, aus unzähligen Angeboten, günstig und unkompliziert mieten oder vermieten. Ein Vertrag kommt hierbei grundsätzlich mit dem Plattformbetreiber zustande, welche die entsprechenden Wohnmobile lediglich vermittelt. Die Vermittlungsgebühr, für den Plattformbetreiber, ist bereits im Preis enthalten. Man kann aus Angeboten von Händlern oder Privatpersonen wählen. Der Vorteil bei solchen Plattformen ist sicherlich das hohe Maß an Ausfallsicherheit und das alles bis ins kleinste vertraglich abgesichert ist.

Einige Händler haben sich auf die lukrative Vermietung von Wohnmobile spezialisiert.  Schaut mal im Internet bei den Händlern in eurer Nähe. Eine Auflistung würde hier den Rahmen sprengen 😉.

Darauf muss du achten:

Doch auf was muss man überhaupt achten, wenn man ein Wohnmobil mieten möchte?

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr die rechtliche Sache mit dem Führerschein abgeklärt habt und ich somit darauf nicht mehr eingehen muss.

Wenn man sich entscheidet, ein Wohnmobil zu mieten, dann sollt man IMMER und bei JEDEM Anbieter die AGB´s lesen. Die Unterscheiden sich nämlich oft in z.B. Angabe des Alters, Kilometerpauschale oder Urlaubsland!

Alter:

Viele Anbieter vermerken in den Mietbedingungen ein Mindestalter zwischen 21 bzw. 25 Jahren, sowie einen Führerscheinbesitz zwischen einem und drei Jahren.

Natürlich könnte man darüber jetzt schimpfen, aber irgendwie hat das schon seinen Grund! Wir haben uns ja damals auch mit dem Thema "Vermietung" auseinander gesetzt. Wenn ich mit vorstelle, dass jemand, der gerade einmal eine Fahrpraxis von wenigen Monaten mit einem kleinen Stadtflitzer hat und dann so ein riesiges Wohnmobil fahren soll, was nicht gerade den Wert einer Cola-Dose entspricht, dreht sich mir schon der Magen um.

Wir waren doch alle mal jung. Und seien wir mal ganz ehrlich: Wer hielt sich nicht für groß und allwissend, als man"die Fleppe" erstmal in der Tasche hatten? Mit zarten 21 Jahren will man einfach leben. Man will nicht Rücksicht nehmen. Schon gar nicht auf materielle Dinge. Daher ist eine Altersbeschränkung schon ganz sinnvoll. In der Regel nehmen alle Privatanbieter diese Klausel in den Mietbedingungen mit auf. Mittlerweile sind sogar viele Händler dazu über gegangen, weil diese ebenfalls die Erfahrung gemacht haben, dass gerade junger Leute, rücksichtslos mit den Wohnmobilen umgehen.

Ich gehe mal davon aus, dass es eher Personen von Mitte bis Ende zwanzig sind, die sich ein Wohnmobil mieten. Und diese entsprechen den jeweiligen Bedingungen.

Anfang zwanzig will man nicht "spießig sein" und campen. Da tobt man sich am Ballermann oder sonst wo aus 😉.

Mietdauer:

Je nach Saison, unterliegt der Mietzeitraum einer unterschiedlichen Mindestmietdauer. Üblicherweise handelt es sich um einen Mietpreis pro Nacht. In der Hauptsaison liegt die Mindestmietdauer oft bei 14 Nächte. In der Nebensaison bei 7 Nächte. 3 Nächte sind normalerweise die absolute Mindestmietzeit.

Dies hat den Vorteil, dass das Wohnmobil am Freitag abgeholt und am Montag abgegeben werden kann = 3 Nächte.

Kilometerpauschale

Eine Kilometerpauschale ist die größte und versteckteste Kostenfalle bei der Wohnmobilmietung! Dies ist ein Faktor, auf den man ganz stark achten sollte. Wenn man sich ein Wohnmobil mietet, will man FAHREN und etwas von der Welt sehen. Eine Kilometerpauschale kann einen da schon ganz schön ausbremsen.

Beispiele für Vertragsbedingungen der Kilometerpauschale:

  • Pro Miettag sind 250 Kilometer im Mietpreise inklusive. Mehrkilometer werden mit jeweils 0,25 € berechnet. Ab 14 Tage Mietdauer sind alle Kilometer frei.
  • Unter 7 Nächten 250 KM / Tag; über 7 Nächte unbegrenzt
  • Ab 14 Tagen Mietdauer sind alle Kilometer frei.
  • Die Mietpreise beinhalten unnbegrenzte Freikilometer.
  • Ab 14 Tage Mietdauer sind pro Miete bis zu 10.000 km frei.
  • u.v.m.

Ihr seht also, dass der Phantasie bei der Erstellung der Mietbedingungen keine Grenzen gesetzt werden. Alles ist möglich! Man muss jede Einschränkung für sich selber abwegen.

Sollte eine Tagespauschale von z.B. 250km vereinbart worden sein, so kann der Vermieter sogar ein Fahrtenbuch verlangen, indem jede Fahrt aufgelistet sein muss. Schließlich spricht man von einer Kilometerpauschale "pro Miettag"!

Unsere erste Etappe mit dem Mietwohnmobil ging von Bochum nach Calais (Frankreich). Eine Strecke von 420km, für die wir 6 Stunden gebraucht haben. Mit einer Tagespauschale von 250 km wäre das nicht möglich gewesen. Unsere Reisezeit hätte sich demnach drastisch verändert oder das Portemonnaie geklingelt - und zwar täglich! 170 Mehrkilometer x 0,25 € = 42,50 € Mehrkosten!

0,25 € pro Mehrkilometer hört sich nicht unbedingt viel an. Jedoch fährt man nicht nur 10 Kilometer mehr, sondern teilweise 50 oder gar 100. Das würde die Mehrkosten jeden Tag in die Höhe treiben. Abgesehen davon, dass der Betrag für die gefahrenen Mehrkilometer von Vermieter zu Vermieter variiert und demnach auch höher sein kann.

Diese Einschränkungen werden natürlich gemacht, damit der Vermieter somit den Verschleiß finanziell ausgleichen kann. Als wir uns 2010 ein Wohnmobil gemietet haben, hatten wir keine Kilometerpauschale. In 11 Tagen sind wir fast 4.000 km gefahren. Da hätte eine Kilometerpauschale den Urlaub ganz schön teuer werden lassen 😉.

Pfiffig ist auch die Variante, dass ab einer bestimmten Mietzeit alle Kilometer frei sind. Dafür muss man allerdings in der Regel das Wohnmobil eine ganze Zeit lang länger anmieten.

Bei der Kilometerpauschale handelt es sich um ein individuelles Rechenexempel! Jeder sollte für sich ausrechnen, was sich rentiert. Falls man ein Wohnmobil OHNE Kilometerpauschale mietet, ist natürlich der tägliche Mietpreis höher. Das könnte sich jedoch auf die Länge der gefahrenen Kilometer der Reise positiv auswirken.

Folgendes sollte du abklären:

  • Wieviel Kilometer sind es bis zum Urlaubsziel?
  • Wieviel Kilometer sind für die komplette Reise angesetzt?
  • Welche Etappen sind geplant (Kilometer)?
  • Würde der zeitliche Rahmen noch reichen, wenn man mehr Etappen einlegt?
  • Wieviel und wie lange möchte ich pro Tag fahren (Zeit/Kilometer)?
  • Sind 14 Tage plus Kilometerpauschale unter dem Strich finanzierbar?
  • Will ich viel fahren oder nur zu einem festen Ort gelangen?

Reiseland

Hier gibt es auch einige Einschränkungen! Diese reichen wirklich von Innerhalb Europas bis über den Balkan und den Kriegsgebiete. Das Kriegs- und Krisengebiete hier ausgeschlossen sind, sollte allgemein verständlich sein. Wer will schon sich selber in Gefahr bringen?

Uns ist sogar schon einmal von einem Händler gesagt worden, dass er nicht für Urlaube nach Spanien vermietet. Mhhh, Spanien? Des Deutschen liebstes Urlaubsland? Die Erklärung war dann jedoch einleuchtend: Wenn eins seiner Wohnmobile einen Unfall in Spanien hat und dieses nicht mehr fahrtüchtig ist, dann hat er nicht die Möglichkeit, dieses Wohnmobil aus Spanien abzutransportieren. In allen anderen Ländern Europas besteht die Möglichkeit der Rückforderung durch diverse Kooperationsverträge mit anderen Händlern. Das sind natürlich Gründe, die der Vermieter mit einplanen muss.

Sollte man dennoch in ein, nach dem AGS´s, ausgeschlossenes Urlaubsland fahren, so verliert man den Versicherungsschutz!

Es gibt auch die Möglichkeit, dass einige Länder nach Absprache bereist werden dürfen. Hierzu muss dann ggf. eine weitere Auslandsversicherung für das jeweilige Land abgeschlossen werden.

Europa ist, in der Regel, nicht ausgeschlossen.

Rauchen

Rauchen ist zu 95% bei der Vermietung ausgeschlossen. Brandschutz steht hier an erster Stelle! Des Weiteren lässt sich ein nach Rauch riechendes Fahrzeug schwieriger weiter vermietet. Zudem sinkt der Wiederverkaufswert drastisch.

Tiere

Hier werden, wie beim Rauchen, die meisten Einschränkungen gemacht! Es ist schon schwierig genug, ein passendes Wohnmobil zu finden. Und dann muss man auch noch darauf achten, dass Wauzi mitdarf. Jedoch gibt es einige Vermieter, meistens auch Tierbesitzer, die das Mitführen von Hunde erlauben. Dies geschieht natürlich zu Lasten eures Geldbeutels 😉 . Viele Vermieter nehmen pro Tag einen zusätzlichen Betrag für das Tier. Im Durchschnitt liegt dieser Betrag bei 7,50 € täglich.

Klar, sind alle unsere Kinder und Tiere total gut erzogen 😉 . Aber wir haben alle mal schlechte Tage, sowohl Mensch, als auch Tier. Ich habe mal erlebt, wie ein Hund ein Wohnmobil von Innen förmlich zerlegt hat. Da waren wirklich die Möbel angekratzt. Die Polster zerfetzt und das Obst flog durch das Fahrzeug. Die Tierhalter waren total geschockt. Sie war davon überzeugt, dass es keinen anständigeren Hund gab als ihren. So ist das mit uns Lebewesen - jeder flippt mal aus...

Ein weiterer Grund für den Verbot von Tieren, ist das immense Ansteigen der Allergiker. Ein Allergiker würde niemals ein Wohnmobil mieten, indem ein Tier mitgeführt wurde.

Ich selber habe zwar keine Tiere, aber ich finde es wunderbar für Tierhalter, wenn Tiere hier und da erlaubt sind. Da dies wohl eine Lücke auf unseren (Wohnmobil-)Markt ist, gibt es sogar das Waumobil. Hier gibt es ausschließlich Anbieter, die an Tierhalter vermieten. Tolle Idee!

Kaution

Das ist wohl das heikelste Thema der Wohnmobilvermietung. Ein Betrag in Höhe von 1.000 € hat sich, bei den Wohnmobilen bis 3,5t, etabliert. Meistens wird dieser Betrag in Bar hinterlegt. Ein Schaden am Wohnmobil kann leider auch ganz schön ins Geld gehen. Wir haben damals auch eine Kaution von 1.000 € in Bar hinterlegt. Leider hat jemand unser gemietetes Wohnmobil, auf einem Rastplatz am Gotthard-Tunnel, leicht mitgenommen. Fahrerflucht! Ein kleiner Lackschaden, der uns aber 200 € gekostet hat.

Im besten Fall passiert nix. Doch das weiß vorher niemand.

Doch, wie für so vieles in Deutschland, kann man dagegen auch eine Versicherung abschließen 😉 . Eine Kautionsversicherung oder auch Selbstbehalt-Versicherung genannt! Solche Versicherungsbeiträge liegen um die 70 € pro Jahr. Entsprechende Versicherung  findet ihr bei Onkel Google.

Selbstbehalt

Wie bei den normalen Kasko-Versicherungen für den PKW, gibt es auch bei Wohnmobilen einen "Selbstbehalt".

Ein gemietetes Wohnmobil ist normalerweise immer Vollkasko versichert. Bei dem hohen Versicherungsschutz liegt der Selbstbehalt ab 1.000 € aufwärts.

Solltet ihr bei einem Unfall Schuld sein, müsst ihr natürlich auch diese Kosten tragen.

Stornierungskosten

Das ist ähnlich geregelt, wie bei Hotelurlauben. Auch hier gibt es eine Staffelung von Tagen vor Reisebeginn.

Personenanzahl

Umso mehr Personen im Wohnmobil mitfahren, des geringer wird die Auswahl. Es gibt sogar Wohnmobile für 8 Personen! Ihr könnt euch sicher denken, dass die Nachfrage sich stark an die Durchschnittsfamilie orientiert. Ab 5 Personen wird das Ganze ein wenig eingegrenzt.

Die Anzahl der mitfahrenden Personen ist wichtig für die Zuladung! Beachtet unbedingt die Zuladung des Wohnmobils, sonst könnt ihr ein böses Erwachen erleben. Achtet auf die Anzahl der Schlaf- und vor allem Anschnallplätze. Manchmal hat man zwar 5 Schlafplätze, aber nur 4 Anschnallplätze.

Kleiner Tip an die Muttis:

Wir sind immer darauf bedacht, dass es allen gut geht! Und das führt dazu, dass wir Unmengen an Kleidung, Handtücher und Lebensmittel mitnehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unsere Schlüpfküken am liebsten in Schwimmsachen, Hängerkleidchen oder kurzer Hose rumgelaufen sind. Und das alles noch barfuss! Abends vielleicht einen Jogginganzug und für nachts einen Shorty. Man braucht nicht Unmengen an Kleidung, Schuhe oder Handtüchern. Meistens steuert man doch sowieso einen Campingplatz an. Wascht eure Handtücher einfach in den Waschmaschinen vor Ort. Und das Thema Lebensmittel 😄 . 3 Gläser Nutella, damit es unseren Schlüpfküken auf jeden Fall für den gesamten Urlaub gut geht? Völliger Quatsch! Lidl und Co. gibt es auch im europäischen Ausland 😉 . Weniger ist mehr Zuladung!

Ausstattung

Schaut euch genau an, mit was das Wohnmobil bestückt ist. Sind ausreichend Stühle vorhanden? Verfügt das Wohnmobil über einen Fahrradträger? Manche Vermieter möchten zusätzlich eine Mietgebühr für Stühle und Tische. Geschirr ist bei Privatvermietungen oft dabei oder können mit angemietet werden. Wer über Händlern mietet, der wird Geschirr, Besteck und Töpfe, aus hygienischen Gründen, oft vergebens suchen.

Endreinigung

Die Endreinigung beinhaltet die komplette Innennreinigung des Wohnmobils, einschließlich Kassetten-Toilette. Die Außenreinigung übernimmt in der Regeln der Vermieter, da man bei der Außenreinigung viel falsch machen kann, was diverse Beschädigungen beinhaltet.

Manchmal besteht die Möglichkeit, dass die Endreinigung vom Mieter durchgeführt werden kann und man somit die Kosten spart.

Das Wohnmobil sollte IMMER ordentlich zurück gegeben werden - egal, wer die Endreinigung durchführt.

Maut-Gebühr

Für die jeweilige Maut-Gebühr sollte man berücksichtigen das Gewicht, Länge und die Anzahl der Achseln beim Wohnmobil ausschlaggebend. sind.

Weltweite Vermietung

Wäre doch schön, wenn man direkt in seinem geplanten Urlaubsland die Wohnmobilreise beginnen könnte, oder? Für die An- und Abreise mit dem Wohnmobil muss man teilweise schon 3-6 Tage einplanen, je nachdem, wohin man möchte. Das das sind natürlich wertvolle Urlaubstage, die flöten gehen.

Es gibt Anbieter, die sich auf eine weltweite Vermietung spezialisiert haben! Das Wohnmobil kann man daher direkt in seinem Urlaubsland anmieten.

Anbieter für eine weltweite Vermietung von Wohnmobile findet ihr hier:

Händler oder Privat mieten?

Das ist schwer zu sagen. Auf eBay findet man diverse Angebote um ein Wohnmobil zu mieten. Die meisten Angebote sind von privaten Vermietern. Die Mietpreise sind grandios! Jedoch wäre ich bei diesen Angeboten vorsichtig.

Auf den oben genannten Plattformen sind AGB´s hinterlegt. Bei einer Vermietung über eBay/eBay-Kleinanzeige existieren keine AGS´s.

Eine Doppelvermietung ist ausgeschlossen. Ausfallsicherheit ist gegeben. Was würde passieren, wenn das Wohnmobil, welches ich mir ausgesucht haben, aus irgendwelchen Gründen technisch ausfällt? Auf einer der genannten Plattformen würde ich problemlos Ersatz bekommen.

Spart nicht am falschen Ende! Es geht um EUREN wohlverdienten Urlaub!

USA, Neuseeland, Kanada und Australien

Na ja, und dann gibt es noch die ganz großen Abenteuer!

Wer gerne einmal Australien, Neuseeland, USA oder Kanada mit dem Wohnmobil entdecken möchte, kann das auch gerne tun. Auch hierzu gibt es spezielle Anbieter, die Wohnmobile zur Vermietung zur Verfügung stellen:

Tipps:

  • Berücksichtigt Zeit für das Be- und Entladen des Wohnmobils. Ein Wohnmobil ist nicht innerhalb von einer Stunde gepackt, sondern nimmt viel mehr Zeit in Anspruch! Somit sollte man keine Abreise am Freitag um 17 Uhr planen, wenn man das Wohnmobil erst um 15 Uhr abholen kann.
  • Ein Wohnmobil kann man oft nur an bestimmten Tagen abholen bzw. zurück bringen. Sonn- und Feiertage sind sehr häufig als Bring- und Hol-Tage ausgeschlossen. Meistens endet der Urlaub an einem Wochenende. Das Wohnmobil kann man somit erst am nächsten Werktag wegbringen. Plant diesen Tag also zeitlich mit ein!
  • Einkaufen kann man unterwegs. Nehmt einfach den Inhalt eures Kühlschrankes und alle verderblichen Nahrungsmittel mit. Kauft ggf. noch ein Brot ein und ab geht die Reise
  • Unterwegs kann man toll mit den Kindern Gesellschaftsspiele spielen. Jedoch freuen sich Kinder auch, wenn sie Computerspiele spielen oder mal einen Film schauen dürfen.

Fazit:

Für uns war es eine mega Erfahrung zunächst mit einem gemieteten Wohnmobil Urlaub zu machen. Zum einen konnte man dann schauen, welche Ausstattung für einen selber wichtig ist. Zum anderen auch sehen, wie man überhaupt damit klar kommt. Diese Erfahrung möchte ich wirklich nicht missen! Das hat uns dann schon weiter gebracht, als wir uns entschlossen haben, ein eigenes Wohnmobil zu kaufen.

Wenn man in Begriff ist, ein Wohnmobil zu kaufen, aber noch keinerlei Erfahrung hat, dann rate ich immer dazu, zunächst ein Wohnmobil zu mieten. Das investierte Geld zahlt sich in der Erfahrung immens aus.

Anschließend könnt ihr euch selber ein Bild darüber machen, ob euch 7 m reichen oder es einen Meter mehr sein dürfte. Sind drehbare Sitze für euch besser? TV im Wohnmobil? Heckbett oder Queensbett? Alkoven oder Hubbett?

Bin ich überhaupt ein Camper-Typ????

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Beitrag ein wenig Hilfestellung leisten!

Habt eine schöne Zeit!

Ein Wohnmobil für den Urlaub mieten

Einen Urlaub mit dem Wohnmobil - wer träumt nicht davon? Doch wer keine Erfahrung mit Camping hat, möchte sich nicht direkt ein Wohnmobil kaufen, sondern es erst einmal ausprobieren. Frei nach dem Motto: "Warum soll ich eine ganze Kuh kaufen, wenn ich nur ein Glas Milch probieren will?"

Zum Glück, gibt es eine Unmenge an Vermietstationen von Wohnmobilen. Doch worauf muss ich achten?

Genau vor diese Situation standen wir im Sommer 2010. Bei uns war nur noch eine "winzige" Hürde zusätzlich eingebaut: Mein Herzensmensch kam nämlich 2 Wochen vor Beginn der Sommerferien auf die glorreiche Idee, dass wir "ganz spontan" mit dem Wohnmobil für 3 Wochen in den Urlaub fahren könnten. Ganz spontan? Mein lieber Herr Gesangsverein...

Eins vorweg: Natürlich ist es möglich, ein Wohnmobil, 2 Wochen vor Beginn der großen Sommerferien zu mieten. Aber dann sinkt die Auswahl und steigen die Preise 😉 . Und zwar drastisch!

Mein Herzensmensch übernahm die Aufgabe, die entsprechenden Vermietstationen herauszufinden. Ich übernahm die Recherche "Auf was man achten muss".

Eigentlich dachte meine Herzensmensch, dass er schnell mit den Thema durch ist. Denn was fällt uns allen eigentlich spontan ein, wenn man ein Wohnmobil mieten möchte? Klar, der ADAC! Jedoch stellte sich schnell heraus, dass dieses Thema umfangreicher war, als angenommen...

Neben den klassischen Vermietstationen, wie ADAC , kann man auch noch von Privat-Leuten mieten. Das ist gar nicht so ungewöhnlich, wie man denkt. Auch wir haben uns vor einiger Zeit mit diesem Thema beschäftigt.

Wer ein Wohnmobil mieten möchte, sollte sich folgende Plattformen anschauen:

Bei diesen Plattformen kann man Reisemobile, aus unzähligen Angeboten, günstig und unkompliziert mieten oder vermieten. Ein Vertrag kommt hierbei grundsätzlich mit dem Plattformbetreiber zustande, welche die entsprechenden Wohnmobile lediglich vermittelt. Die Vermittlungsgebühr, für den Plattformbetreiber, ist bereits im Preis enthalten. Man kann aus Angeboten von Händlern oder Privatpersonen wählen. Der Vorteil bei solchen Plattformen ist sicherlich das hohe Maß an Ausfallsicherheit und das alles bis ins kleinste vertraglich abgesichert ist.

Einige Händler haben sich auf die lukrative Vermietung von Wohnmobile spezialisiert.  Schaut mal im Internet bei den Händlern in eurer Nähe. Eine Auflistung würde hier den Rahmen sprengen 😉 .

Doch auf was muss man überhaupt achten, wenn man ein Wohnmobil mieten möchte?

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr die rechtliche Sache mit dem Führerschein abgeklärt habt und ich somit darauf nicht mehr eingehen muss.

Wenn man sich entscheidet, ein Wohnmobil zu mieten, dann sollt man IMMER und bei JEDEM Anbieter die AGB´s lesen. Die Unterscheiden sich nämlich oft in z.B. Angabe des Alters, Kilometerpauschale oder Urlaubsland!

Alter:

Viele Anbieter vermerken in den Mietbedingungen ein Mindestalter zwischen 21 bzw. 25 Jahren, sowie einen Führerscheinbesitz zwischen einem und drei Jahren.

Natürlich könnte man darüber jetzt schimpfen, aber irgendwie hat das schon seinen Grund! Wir haben uns ja damals auch mit dem Thema "Vermietung" auseinander gesetzt. Wenn ich mit vorstelle, dass jemand, der gerade einmal eine Fahrpraxis von wenigen Monaten mit einem kleinen Stadtflitzer hat und dann so ein riesiges Wohnmobil fahren soll, was nicht gerade den Wert einer Cola-Dose entspricht, dreht sich mir schon der Magen um.

Wir waren doch alle mal jung. Und seien wir mal ganz ehrlich: Wer hielt sich nicht für groß und allwissend, als man"die Fleppe" erstmal in der Tasche hatten? Mit zarten 21 Jahren will man einfach leben. Man will nicht Rücksicht nehmen. Schon gar nicht auf materielle Dinge. Daher ist eine Altersbeschränkung schon ganz sinnvoll. In der Regel nehmen alle Privatanbieter diese Klausel in den Mietbedingungen mit auf. Mittlerweile sind sogar viele Händler dazu über gegangen, weil diese ebenfalls die Erfahrung gemacht haben, dass gerade junger Leute, rücksichtslos mit den Wohnmobilen umgehen.

Ich gehe mal davon aus, dass es eher Personen von Mitte bis Ende zwanzig sind, die sich ein Wohnmobil mieten. Und diese entsprechen den jeweiligen Bedingungen.

Anfang zwanzig will man nicht "spießig sein" und campen. Da tobt man sich am Ballermann oder sonst wo aus 😉 .

Mietdauer:

Je nach Saison, unterliegt der Mietzeitraum einer unterschiedlichen Mindestmietdauer. Üblicherweise handelt es sich um einen Mietpreis pro Nacht. In der Hauptsaison liegt die Mindestmietdauer oft bei 14 Nächte. In der Nebensaison bei 7 Nächte. 3 Nächte sind normalerweise die absolute Mindestmietzeit.

Dies hat den Vorteil, dass das Wohnmobil am Freitag abgeholt und am Montag abgegeben werden kann = 3 Nächte.

Kilometerpauschale:

Eine Kilometerpauschale ist die größte und versteckteste Kostenfalle bei der Wohnmobilmietung! Dies ist ein Faktor, auf den man ganz stark achten sollte. Wenn man sich ein Wohnmobil mietet, will man FAHREN und etwas von der Welt sehen. Eine Kilometerpauschale kann einen da schon ganz schön ausbremsen.

Beispiele für Vertragsbedingungen der Kilometerpauschale:

  • Pro Miettag sind 250 Kilometer im Mietpreise inklusive. Mehrkilometer werden mit jeweils 0,25 € berechnet. Ab 14 Tage Mietdauer sind alle Kilometer frei.
  • Unter 7 Nächten 250 KM / Tag; über 7 Nächte unbegrenzt
  • Ab 14 Tagen Mietdauer sind alle Kilometer frei.
  • Die Mietpreise beinhalten unnbegrenzte Freikilometer.
  • Ab 14 Tage Mietdauer sind pro Miete bis zu 10.000 km frei.
  • u.v.m.

Ihr seht also, dass der Phantasie bei der Erstellung der Mietbedingungen keine Grenzen gesetzt werden. Alles ist möglich! Man muss jede Einschränkung für sich selber abwegen.

Sollte eine Tagespauschale von z.B. 250km vereinbart worden sein, so kann der Vermieter sogar ein Fahrtenbuch verlangen, indem jede Fahrt aufgelistet sein muss. Schließlich spricht man von einer Kilometerpauschale "pro Miettag"!

Unsere erste Etappe mit dem Mietwohnmobil ging von Bochum nach Calais (Frankreich). Eine Strecke von 420km, für die wir 6 Stunden gebraucht haben. Mit einer Tagespauschale von 250 km wäre das nicht möglich gewesen. Unsere Reisezeit hätte sich demnach drastisch verändert oder das Portemonnaie geklingelt - und zwar täglich! 170 Mehrkilometer x 0,25 € = 42,50 € Mehrkosten!

0,25 € pro Mehrkilometer hört sich nicht unbedingt viel an. Jedoch fährt man nicht nur 10 Kilometer mehr, sondern teilweise 50 oder gar 100. Das würde die Mehrkosten jeden Tag in die Höhe treiben. Abgesehen davon, dass der Betrag für die gefahrenen Mehrkilometer von Vermieter zu Vermieter variiert und demnach auch höher sein kann.

Diese Einschränkungen werden natürlich gemacht, damit der Vermieter somit den Verschleiß finanziell ausgleichen kann. Als wir uns 2010 ein Wohnmobil gemietet haben, hatten wir keine Kilometerpauschale. In 11 Tagen sind wir fast 4.000 km gefahren. Da hätte eine Kilometerpauschale den Urlaub ganz schön teuer werden lassen 😉 .

Pfiffig ist auch die Variante, dass ab einer bestimmten Mietzeit alle Kilometer frei sind. Dafür muss man allerdings in der Regel das Wohnmobil eine ganze Zeit lang länger anmieten.

Bei der Kilometerpauschale handelt es sich um ein individuelles Rechenexempel! Jeder sollte für sich ausrechnen, was sich rentiert. Falls man ein Wohnmobil OHNE Kilometerpauschale mietet, ist natürlich der tägliche Mietpreis höher. Das könnte sich jedoch auf die Länge der gefahrenen Kilometer der Reise positiv auswirken.

Folgendes sollte du abklären:

  • Wieviel Kilometer sind es bis zum Urlaubsziel?
  • Wieviel Kilometer sind für die komplette Reise angesetzt?
  • Welche Etappen sind geplant (Kilometer)?
  • Würde der zeitliche Rahmen noch reichen, wenn man mehr Etappen einlegt?
  • Wieviel und wie lange möchte ich pro Tag fahren (Zeit/Kilometer)?
  • Sind 14 Tage plus Kilometerpauschale unter dem Strich finanzierbar?
  • Will ich viel fahren oder nur zu einem festen Ort gelangen?

Urlaubsland:

Hier gibt es auch einige Einschränkungen! Diese reichen wirklich von Innerhalb Europas bis über den Balkan und den Kriegsgebiete. Das Kriegs- und Krisengebiete hier ausgeschlossen sind, sollte allgemein verständlich sein. Wer will schon sich selber in Gefahr bringen?

Uns ist sogar schon einmal von einem Händler gesagt worden, dass er nicht für Urlaube nach Spanien vermietet. Mhhh, Spanien? Des Deutschen liebstes Urlaubsland? Die Erklärung war dann jedoch einleuchtend: Wenn eins seiner Wohnmobile einen Unfall in Spanien hat und dieses nicht mehr fahrtüchtig ist, dann hat er nicht die Möglichkeit, dieses Wohnmobil aus Spanien abzutransportieren. In allen anderen Ländern Europas besteht die Möglichkeit der Rückforderung durch diverse Kooperationsverträge mit anderen Händlern. Das sind natürlich Gründe, die der Vermieter mit einplanen muss.

Sollte man dennoch in ein, nach dem AGS´s, ausgeschlossenes Urlaubsland fahren, so verliert man den Versicherungsschutz!

Es gibt auch die Möglichkeit, dass einige Länder nach Absprache bereist werden dürfen. Hierzu muss dann ggf. eine weitere Auslandsversicherung für das jeweilige Land abgeschlossen werden.

Europa ist, in der Regel, nicht ausgeschlossen.

Rauchen:

Rauchen ist zu 95% bei der Vermietung ausgeschlossen. Brandschutz steht hier an erster Stelle! Des Weiteren lässt sich ein nach Rauch riechendes Fahrzeug schwieriger weiter vermietet. Zudem sinkt der Wiederverkaufswert drastisch.

Tiere:

Hier werden, wie beim Rauchen, die meisten Einschränkungen gemacht! Es ist schon schwierig genug, ein passendes Wohnmobil zu finden. Und dann muss man auch noch darauf achten, dass Wauzi mitdarf. Jedoch gibt es einige Vermieter, meistens auch Tierbesitzer, die das Mitführen von Hunde erlauben. Dies geschieht natürlich zu Lasten eures Geldbeutels 😉 . Viele Vermieter nehmen pro Tag einen zusätzlichen Betrag für das Tier. Im Durchschnitt liegt dieser Betrag bei 7,50 € täglich.

Klar, sind alle unsere Kinder und Tiere total gut erzogen 😉 . Aber wir haben alle mal schlechte Tage, sowohl Mensch, als auch Tier. Ich habe mal erlebt, wie ein Hund ein Wohnmobil von Innen förmlich zerlegt hat. Da waren wirklich die Möbel angekratzt. Die Polster zerfetzt und das Obst flog durch das Fahrzeug. Die Tierhalter waren total geschockt. Sie war davon überzeugt, dass es keinen anständigeren Hund gab als ihren. So ist das mit uns Lebewesen - jeder flippt mal aus...

Ein weiterer Grund für den Verbot von Tieren, ist das immense Ansteigen der Allergiker. Ein Allergiker würde niemals ein Wohnmobil mieten, indem ein Tier mitgeführt wurde.

Ich selber habe zwar keine Tiere, aber ich finde es wunderbar für Tierhalter, wenn Tiere hier und da erlaubt sind. Da dies wohl eine Lücke auf unseren (Wohnmobil-)Markt ist, gibt es sogar das Waumobil. Hier gibt es ausschließlich Anbieter, die an Tierhalter vermieten. Tolle Idee!

Kaution:

Das ist wohl das heikelste Thema der Wohnmobilvermietung. Ein Betrag in Höhe von 1.000 € hat sich, bei den Wohnmobilen bis 3,5t, etabliert. Meistens wird dieser Betrag in Bar hinterlegt. Ein Schaden am Wohnmobil kann leider auch ganz schön ins Geld gehen. Wir haben damals auch eine Kaution von 1.000 € in Bar hinterlegt. Leider hat jemand unser gemietetes Wohnmobil, auf einem Rastplatz am Gotthard-Tunnel, leicht mitgenommen. Fahrerflucht! Ein kleiner Lackschaden, der uns aber 200 € gekostet hat.

Im besten Fall passiert nix. Doch das weiß vorher niemand.

Doch, wie für so vieles in Deutschland, kann man dagegen auch eine Versicherung abschließen 😉 . Eine Kautionsversicherung oder auch Selbstbehalt-Versicherung genannt! Solche Versicherungsbeiträge liegen um die 70 € pro Jahr. Entsprechende Versicherung  findet ihr bei Onkel Google.

Selbstbehalt:

Wie bei den normalen Kasko-Versicherungen für den PKW, gibt es auch bei Wohnmobilen einen "Selbstbehalt".

Ein gemietetes Wohnmobil ist normalerweise immer Vollkasko versichert. Bei dem hohen Versicherungsschutz liegt der Selbstbehalt ab 1.000 € aufwärts.

Solltet ihr bei einem Unfall Schuld sein, müsst ihr natürlich auch diese Kosten tragen.

Stornierungskosten:

Das ist ähnlich geregelt, wie bei Hotelurlauben. Auch hier gibt es eine Staffelung von Tagen vor Reisebeginn.

Personenanzahl:

Umso mehr Personen im Wohnmobil mitfahren, des geringer wird die Auswahl. Es gibt sogar Wohnmobile für 8 Personen! Ihr könnt euch sicher denken, dass die Nachfrage sich stark an die Durchschnittsfamilie orientiert. Ab 5 Personen wird das Ganze ein wenig eingegrenzt.

Die Anzahl der mitfahrenden Personen ist wichtig für die Zuladung! Beachtet unbedingt die Zuladung des Wohnmobils, sonst könnt ihr ein böses Erwachen erleben. Achtet auf die Anzahl der Schlaf- und vor allem Anschnallplätze. Manchmal hat man zwar 5 Schlafplätze, aber nur 4 Anschnallplätze.

Kleiner Tip an die Muttis:

Wir sind immer darauf bedacht, dass es allen gut geht! Und das führt dazu, dass wir Unmengen an Kleidung, Handtücher und Lebensmittel mitnehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unsere Schlüpfküken am liebsten in Schwimmsachen, Hängerkleidchen oder kurzer Hose rumgelaufen sind. Und das alles noch barfuss! Abends vielleicht einen Jogginganzug und für nachts einen Shorty. Man braucht nicht Unmengen an Kleidung, Schuhe oder Handtüchern. Meistens steuert man doch sowieso einen Campingplatz an. Wascht eure Handtücher einfach in den Waschmaschinen vor Ort. Und das Thema Lebensmittel 😀 . 3 Gläser Nutella, damit es unseren Schlüpfküken auf jeden Fall für den gesamten Urlaub gut geht? Völliger Quatsch! Lidl und Co. gibt es auch im europäischen Ausland 😉 . Weniger ist mehr Zuladung!

Ausstattung:

Schaut euch genau an, mit was das Wohnmobil bestückt ist. Sind ausreichend Stühle vorhanden? Verfügt das Wohnmobil über einen Fahrradträger? Manche Vermieter möchten zusätzlich eine Mietgebühr für Stühle und Tische. Geschirr ist bei Privatvermietungen oft dabei oder können mit angemietet werden. Wer über Händlern mietet, der wird Geschirr, Besteck und Töpfe, aus hygienischen Gründen, oft vergebens suchen.

Endreinigung

Die Endreinigung beinhaltet die komplette Innennreinigung des Wohnmobils, einschließlich Kassetten-Toilette. Die Außenreinigung übernimmt in der Regeln der Vermieter, da man bei der Außenreinigung viel falsch machen kann, was diverse Beschädigungen beinhaltet.

Manchmal besteht die Möglichkeit, dass die Endreinigung vom Mieter durchgeführt werden kann und man somit die Kosten spart.

Das Wohnmobil sollte IMMER ordentlich zurück gegeben werden - egal, wer die Endreinigung durchführt.

Maut:

Für die jeweilige Maut-Gebühr sollte man berücksichtigen das Gewicht, Länge und die Anzahl der Achseln beim Wohnmobil ausschlaggebend. sind.

Vor Ort mieten:

Wäre doch schön, wenn man direkt in seinem geplanten Urlaubsland die Wohnmobilreise beginnen könnte, oder? Für die An- und Abreise mit dem Wohnmobil muss man teilweise schon 3-6 Tage einplanen, je nachdem, wohin man möchte. Das das sind natürlich wertvolle Urlaubstage, die flöten gehen.

Es gibt Anbieter, die sich auf eine weltweite Vermietung spezialisiert haben! Das Wohnmobil kann man daher direkt in seinem Urlaubsland anmieten.

Anbieter für eine weltweite Vermietung von Wohnmobile findet ihr hier:

Sollte man eher beim Händler oder Privat mieten?

Das ist schwer zu sagen. Auf eBay findet man diverse Angebote um ein Wohnmobil zu mieten. Die meisten Angebote sind von privaten Vermietern. Die Mietpreise sind grandios! Jedoch wäre ich bei diesen Angeboten vorsichtig.

Auf den oben genannten Plattformen sind AGB´s hinterlegt. Bei einer Vermietung über eBay/eBay-Kleinanzeige existieren keine AGS´s.

Eine Doppelvermietung ist ausgeschlossen. Ausfallsicherheit ist gegeben. Was würde passieren, wenn das Wohnmobil, welches ich mir ausgesucht haben, aus irgendwelchen Gründen technisch ausfällt? Auf einer der genannten Plattformen würde ich problemlos Ersatz bekommen.

Spart nicht am falschen Ende! Es geht um EUREN wohlverdienten Urlaub!

Australien, Neuseeland, USA und Kanada

Na ja, und dann gibt es noch die ganz großen Abenteuer!

Wer gerne einmal Australien, Neuseeland, USA oder Kanada mit dem Wohnmobil entdecken möchte, kann das auch gerne tun. Auch hierzu gibt es spezielle Anbieter, die Wohnmobile zur Vermietung zur Verfügung stellen:

Tipps:

  • Berücksichtigt Zeit für das Be- und Entladen des Wohnmobils. Ein Wohnmobil ist nicht innerhalb von einer Stunde gepackt, sondern nimmt viel mehr Zeit in Anspruch! Somit sollte man keine Abreise am Freitag um 17 Uhr planen, wenn man das Wohnmobil erst um 15 Uhr abholen kann.
  • Ein Wohnmobil kann man oft nur an bestimmten Tagen abholen bzw. zurück bringen. Sonn- und Feiertage sind sehr häufig als Bring- und Hol-Tage ausgeschlossen. Meistens endet der Urlaub an einem Wochenende. Das Wohnmobil kann man somit erst am nächsten Werktag wegbringen. Plant diesen Tag also zeitlich mit ein!
  • Einkaufen kann man unterwegs. Nehmt einfach den Inhalt eures Kühlschrankes und alle verderblichen Nahrungsmittel mit. Kauft ggf. noch ein Brot ein und ab geht die Reise
  • Unterwegs kann man toll mit den Kindern Gesellschaftsspiele spielen. Jedoch freuen sich Kinder auch, wenn sie Computerspiele spielen oder mal einen Film schauen dürfen.

Fazit:

Für uns war es eine mega Erfahrung zunächst mit einem gemieteten Wohnmobil Urlaub zu machen. Zum einen konnte man dann schauen, welche Ausstattung für einen selber wichtig ist. Zum anderen auch sehen, wie man überhaupt damit klar kommt. Diese Erfahrung möchte ich wirklich nicht missen! Das hat uns dann schon weiter gebracht, als wir uns entschlossen haben, ein eigenes Wohnmobil zu kaufen.

Wenn man in Begriff ist, ein Wohnmobil zu kaufen, aber noch keinerlei Erfahrung hat, dann rate ich immer dazu, zunächst ein Wohnmobil zu mieten. Das investierte Geld zahlt sich in der Erfahrung immens aus.

Anschließend könnt ihr euch selber ein Bild darüber machen, ob euch 7 m reichen oder es einen Meter mehr sein dürfte. Sind drehbare Sitze für euch besser? TV im Wohnmobil? Heckbett oder Queensbett? Alkoven oder Hubbett?

Bin ich überhaupt ein Camper-Typ????

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Beitrag ein wenig Hilfestellung leisten!

Habt eine schöne Zeit!

Eure_Bianca 2

©4reifen1klo.de

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Bianca

Ich liebe nicht nur Camping – ich lebe es! Unser Traum ist es, in absehbarer Zukunft, wenn unsere Schlüpfküken alt genug sind um das Nest zu verlassen, im Wohnmobil zu leben und zu arbeiten. Momentan bin ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einer Krankenkasse noch als Forschungsbeauftragte am Institut für Kinderentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen. Meine große Leidenschaft sind meine Family, das Kochen und das Reisen.

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