Freies Stehen und Übernachten

Das Problem mit der Freiheit

Wer möchte nicht morgens direkt am Strand, mit dem sanften Raschen des Meeres und dem Geschrei der Möwen aufwachen? Doch wem ist schon bekannt, ob man das dort wirklich übernachten darf.

In vielen Ländern ist das Übernachten außerhalb von Campingplätzen manchmal erlaubt und manchmal auch nicht. Oft ist einem überhaupt nicht bekannt, was für das einzelne Land zutrifft. Diese Tabelle soll etwas dabei helfen Licht ins Dunkeln zu bekommen.

Auf „Privatgrund stehen“ setzt immer eine Genehmigung des Eigentümers voraus.

Unter „freies Stehen“ versteht man im Allgemeinen, dass man dort nicht Tisch und Stühle rausstellt, sowie die Markise ausfährt. Dies gleicht dann schon dem Campen und ist in vielen Orten nicht erlaubt – in manchen allerdings „geduldet“. Sogar das Öffnen der Fenster gilt bereits als Campen!

„Übernachten“ hingegen ist lediglich das Stehen über Nacht, um sein Fahrtüchtigkeit wiederzuerlangen. Dies ist sogar nach der Straßenverkehrsordnung geregelt und erlaubt. Allerdings sollte man hier nicht unbedingt das gepflegte Wohngebiet oder den Marktplatz, auf dem man vielleicht am nächsten Morgen eine nette Überraschung erlebt, bevorzugen 😉 .

Aus der Liste geht das Grundsätzliche hervor, das Gesetzliche, das Vorgeschriebene. Sollte man gegen die Gesetze und Vorschriften des jeweiligen Landes verstoßen, kann es Bußgelder regnen. Allerdings ist es auch so, das viele Länder (z.B. Sardinien, Portugal) das freie Stehen dulden.

Solange man in Städten nicht unbedingt am Teich im Stadtpark steht, auf dem Parkplatz zwei Parkplätze nutzt, nur weil man die Markise ausfahren möchte oder den großen Marktplatz favorisiert, wo am nächsten Morgen eventuell der Wochenmarkt stattfinden, gibt es wenig Probleme in wenig Städten. Frei nach dem Motto: „Wo kein Kläger, da kein Richter!“

Ein absolutes No-Go ist die Entsorgung in freier Wildbahn. Jetzt kann der ein oder andere ja auch sagen, dass man keine Chemie benutzt, weil man schließlich einen SOG hat. Aber es entspricht nicht den Grundsätzen eines Campers, seine Fäkalien in der Natur zu entsorgen. Hunde-Kot muss auch entfernt werden! Wird das nicht gemacht, dann schimpfen hier auch die „Zwei-Beiner“. Auch sind Gullys für die Entsorgung der Campingtoilette mehr als ungeeignet. Das darin ablaufende REGENWASSER, wird nicht durch eine Kläranlage geleitet.

Gesetzlich spricht nichts dagegen, wenn man die Toilette zu Hause oder auf dem Rastplatz entsorgt. Letzteres ist immer unangenehm und erklärungsbedürftig, wenn „Nicht-Camper“ hierzu einen Einspruch haben.

Freunde von uns standen viele Sommerurlaube am Meer in Griechenland. War völlig problemlos. Sie konnten ihre Chemietoilette sogar in einem Strandlokal entsorgen. Ob man immer so ein Glück hat, sei fraglich.

Wenn du auch Länder kannst, wo das freie Stehen geduldet wird, dann hinterlasse doch einfach einen Kommentar.

In diesem Sinne….Hinterlasse jeden Platz immer so, wie du ihn gerne vorfinden würdest. Dann kommen wir alle noch lange in den traumhaften Genuss des Freistehens mit unseren Wohnmobilen 😉 .

Eure_Bianca 2

©4reifen1klo.de

 

Posted in Freies Stehen & Übernachten.

Ich liebe nicht nur Camping - ich lebe es! Unser Traum ist es, in absehbarer Zukunft, wenn unsere Schlüpfküken alt genug sind um das Nest zu verlassen, im Wohnmobil zu leben und zu arbeiten. Momentan bin ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einer Krankenkasse noch als Forschungsbeauftragte am Institut für Kinderentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen. Meine große Leidenschaft sind meine Family, das Kochen und das Reisen.

4 Comments

  1. Hey, ein wunderbarer Artikel. Ich werde im September auch für 3 Wochen mit meinem Freund campen. Und zwar zelten wir mit einer Trockentoilette. Daher ist das eine wunderbare Hilfe für uns. Vielen dank. Haben Sie noch mehr Tipps für uns ? 🙂

    • Hey Mareike!

      Vielen Dank für das Log und das Lächeln auf meinem Gesicht!

      Mit zelten hat es bei mir auch angefangen. Allerdings nicht mit einer eigenen Toilette 😉 . Ich bin zum Toilettenhäuschen gewatschelt. Trockentoilette ist auch ein sehr interessanten Thema. Freunde von uns hatten sich im Wohnmobil eine Komposttoilette eingebaut. War auch sehr interessant.

      Ansonsten habe ich keinen direkten Tipp für dich. Genieße die Zeit. Camper sind so wunderbar unkompliziert (Ausnahmen gibt es natürlich). Wenn du/ihr irgendwelche Fragen habt, ist es sinnvoller sich an die Camper vor Ort zu wenden. Die wissen bestimmt euch zu helfen…

      Ich wünsche euch einen traumhaften Urlaub mit unvergesslichen Momenten!

      Liebe Grüße

      Bianca

  2. Hallo Ingo,

    Danke für die tolle Information! Auch wir möchten irgendwann Norwegen erkundigen. Muss ein wirklich tolles Land sein.

    Liebe Grüße

    Bianca

  3. Hallo, ich schnöker schon seit einigen Stunden auf der heute entdeckten Seite von Euch. Ich bin über des TIC-TAC-Gewürzregal darauf gekommen.

    Wir waren 2015 drei Wochen in Norwegen, alles was südlich von Trondheim liegt und haben rund 5000 km in Norwegen zurück gelegt. Unsere Erfahrungen mit dem „Freien Stehen“ sind durchweg positiv, vorausgesetzt man hält sich an die hier schon erwähnten Regeln des zwischenmenschlichen Zusammenlebens. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass es in Norwegen eine Vielzahl von Entsorgungseinrichtungen gibt, die meistens kostenfrei zur Verfügung stehen. Auch Öffentliche Sanitäreinrichtungen sind in der Regel VIEL sauberer als in Deutschland. Wir lieben Norwegen auch deshalb…

    Schöne Grüße aus Potsdam,

    Ingo S.

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