Weißer Saunakilt aus Frottee

Sauna und Thermen

Als Frank und ich vor fast 9 Jahren zusammengekommen sind, hatte ich mit Sauna noch nicht so viel an der Mütze.

Er war es auch, der mich dann in einer Sauna mitgeschleppt. Dafür hatte ich mir extra einen Bademantel gekauft. In Weiß mit hellblauen Punkten. So einen richtig kuscheligen aus Fleece. Mit riesengroßer Mütze. Kennt ihr diese kuscheligen Bademäntel? So einen, wo man gar nicht mehr raus will? Die sind toll, oder? Ja...aber nicht für die Sauna! Diese super Fleece-Bademäntel saugen nämlich die Feuchtigkeit überhaupt nicht auf. Wenn man nach einem Saunagang, kalt abgeduscht, in den Bademantel schlüpft ist das so, als würde man sich in Frischhaltefolie wickeln. Man schwitzt!

Und dann hatte ich auch keine Badelatschen 🙁 . Daran habe ich absolut nicht gedacht ...

Frank hat mir im Vorfeld immer vorgeschwärmt, wie toll es ist, sich nach einem heißen Saunagang unter der Dusche abzukühlen, in den „kuscheligen“ Bademantel zu schlüpfen, um anschließend, im Ruheraum, die Mütze bis über die Nase ins Gesicht zu ziehen und die Augen zu schließen.

Somit war nur von „kuschelig“ die Rede und nicht auch noch von Badelatschen. Die Kommunikation zwischen Mann und Frau...

Wie gesagt, ich hatte bis dato nix mit Sauna an der Mütze 😉 .

Meine erste Saunaerfahrung, im „LAGO“ in Herne, war somit unvergesslich. Die Folge, aus dieser lehrreichen Erfahrung, war jedoch, dass ich Sauna entspannend fand. Auch, wenn ich zu Anfang nicht länger als 3-5 Minuten pro Saunagang ausgehalten haben. Heute weiß ich, dass sich der Körper erst einmal an diese Temperaturen gewöhnen muss. Ich hätte mir auch nie vorstellen könne, dass ich mich irgendwann tatsächlich unter die kalte Dusche stellen würde und gar ins Eiswasser abtauche.

Nach der Erfahrung mit meinem ersten Saunabesuch, habe ich mir erst einmal einen Frottee-Bademantel sowie Badelatschen zugelegt, schließlich stand für mich fest, dass es, trotz dieser Erlebnisse, nicht mein letzter Saunabesuch war.

Der Kauf eines Bademantels erschien mir zunächst ganz einfach. War es aber nicht! Ich habe dabei die die Erfahrung machen müssen, dass einige Hersteller von Bademäntel hier und da versuchen an Stoff zu sparen. Entweder ist die Mütze nur Deko und geht noch nicht einmal bis zur Stirn, dafür endet der Bademantel fast auf dem Boden.  Oder, die Mütze kannst du bis über die Nase ziehen, aber der Bademantel endet knapp unter dem Po. Ich wollte einfach nur einen Bademantel aus weißem Frottee, der noch die Knie verdeckt. Darüber hinaus sollte der Bademantel eine große Mütze haben, die über mein halbes Gesicht geht, wenn ich sie aufhabe. Ist zum Ausruhen nach einem Saunagang nämlich entspannter! Mhhh, eigentlich nix wildes. Allen Anschein nach, war ich jedoch auf der Suche nach etwas Exotischem. Ich musste wirklich lange suchen, bis ich „meinen“ Bademantel gefunden habe.

Utensilien für die Sauna
Weißer Saunakilt aus Frottee

Mittlerweile gehen wir regelmäßig saunieren. Meistens bei uns in der Nähe, da unsere Saunagänge oft spontan sind. Wir fahren allerdings auch mal einige Kilometer zu einer Sauna. Hilfreich ist uns dabei der Saunaführer. Das hat mich auch auf die Idee gebracht, einige unsere Sauna-Trips hier vorzustellen.

Unsere Sauna-Tasche ist immer fix und fertig gepackt. Sobald wir eine Sauna besucht haben, landet alles direkt am gleichen Abend oder spätestens am nächsten Morgen in der Waschmaschine. Somit habe ich auch viel Wert auf die Farbauswahl unserer Saunasachen gelegt.

Bademäntel und mein Sauna-Kilt sind aus weißem Frottee. Unsere vier Saunahandtücher und Frank sein Frottee-Kilt sind allesamt in hell- bis dunkelgrau. Das macht jeweils zwei Maschinen Wäsche. Alles kann selbstverständlich auf 60° gewaschen werden. Das ist wichtig, damit nicht nur Bakterien abgetötet werden, sondern auch eventuelle Salzreste von der Salzsauna entfernt werden.

Saunahandtücher

Bei den ersten 2-3 Saunagängen reagiert mein Körper irgendwie überhaupt nicht. Bis ich ins Schwitzen komme, dauert es so seine Zeit. Frank hingegen fängt schon an zu schwitzen, sobald er die Anlage betritt 😀 . Ich finde es ein Nachteil, wenn man nicht schnell genug schwitzt. Die Haut fühlt sich dann sehr trocken an, so, als würde sie reißen.

Abhilfe schaffe ich, indem nass in die Sauna gehe, also vorher abdusche oder ich nehmen etwas Eis mit hinein, welches ich dann auf Arme und Oberschenkel verteile. Das klappt super!

Und da ich nicht sofort schwitze, dusche ich, nach dem Saunagang, auch (noch) nicht so kalt. Ich fühl mich in diesem Moment noch nicht aufgeheizt genug. Aber..., wenn ich dann auf Temperatur gekommen bin, dann klettere ich sogar ins Eiswasser. Ist zwar im ersten Moment eine Überwindung, doch der Körper kühlt durch das Eiswasser rasch runter. Das ist der Zeitpunkt, wo wir unsere Kuschelsocken schnappen und mit einem frischen, trockenen Handtuch in den Ruheraum abwackeln. In der Regel ist dies nach dem ersten oder zweiten Aufguss der Fall. Hinlegen – Kuschelsocken an – Mütze über den Kopf – entspannen! Der Kopf fängt an zu kreisen und es stellt sich eine unheimliche Entspannung ein, das meistens sogar zu einem Nickerchen führt. Bei Frank führt es immer zu einem Nickerchen. Der hat so ein Talent. Er muss nur die Augen für einige Sekunden schließen, schon ist er im Land der Träume. Dann reichen ihm oft nur 5-10 Minuten Schlaf. Anschließend ist er fit, als wäre er in einem Jungbrunnen gefallen. Schon beneidenswert...

Ein Tipp für uns wunderhübschen Frauen:

Besonders das kalte Wasser ist, wenn man es regelmäßig anwendet, tatsächlich ein Wundermittel gegen Cellulite 😉 .

Unser Sauna-Abschluss ist meistens, soweit es angeboten wird, die Honigsauna (Auf die einzelnen Sauna-Aufgüsse werde ich in einem der nächsten Artikel noch eingehen).  Honigsauna macht die Haut so weich und schließt die Poren wieder. Das wollen wir zum Schluss so belassen.

Was mich an Sauna fasziniert? Das ist die Entspannung dort! Alles ist ruhig. Die Atmosphäre ist ziemlich chillig. Man kann die Seele baumeln lassen. Sauna entschlackt und reinigt den Körper. Nach einem Tag in der Sauna, kann man sehen und fühlen, wie die Entspannung eingetreten und der Alltagsstress einfach abgefallen ist. Nun hat unser Körper wieder Platz für „neuen Müll“. Ist die Tonne voll, ist es Zeit für eine Reinigung in der Sauna. Man muss auf seinen Körper hören und auf ihn achtgeben! Er alleine ist unser Tempel!

Liebe Grüße

 

 

 

 

©4reifen1klo.de

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Ich liebe nicht nur Camping - ich lebe es! Unser Traum ist es, in absehbarer Zukunft, wenn unsere Schlüpfküken alt genug sind um das Nest zu verlassen, im Wohnmobil zu leben und zu arbeiten. Momentan bin ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einer Krankenkasse noch als Forschungsbeauftragte am Institut für Kinderentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen. Meine große Leidenschaft sind meine Family, das Kochen und das Reisen.

One Comment

  1. Am Besten ist die eigene Sauna. Das kann man gehen wann man will. Und zum Thema “ Leben im Camper“. Wir sind gerade auf dem Rückweg aus Marokko. Haben dort nur Leute getroffen, die mindestens 3-4 Monate unterwegs sind. Einige seit 10 Jahren und mehr. Wenn man noch arbeiten muss, ist das frustig. Aber 6 Wochen waren schon mal ein Anfang. 2019 können wir auch los legen.

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