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Nudeln vorkochen?

Nudeln vorkochen?
Nudeln vorkochen?

Muss man Nudeln für den Omnia-Backofen vorkochen?

Ob man Nudeln für den Omnia-Backofen vorkochen muss, ist eine immer wieder gestellte Frage.

Auch ich bekomme viele Anfragen, ob man Nudeln für den Omnia-Backofen vorkochen kann , muss oder soll.

Für mein Kochbuch „OMNIA-KITCHEN – One-Pot, Aufläufe & Gratins“ habe ich viel Rezepte gemacht, wo man Nudeln nicht vorkochen muss.

Und diese Erfahrung möchte ich gerne an euch weitergeben.

Jeder kennt diese neuen Rezepte, wo man nur einen einzigen Topf benötigt. Unsere Oma nannte sie Eintöpfe. Wir nennen sie One-Pot.

One-Pot sind klasse. Gerade Outdoor wunderbar anzuwenden. In den heutigen „One-Pot“-Rezepten sind in der Regel immer Nudeln enthalten. Und zwar ungekocht! Daher ja auch der Name…

 

Wenn man zuhause, mit einem ganz normalen Kochtopf ein One-Pot-Gericht zubereitet, dann würde niemand auf die Idee kommen, zu fragen, ob die Nudeln vorgekocht werden müssen. 

Bei der Zubereitung im Omnia-Backofen stellt man sich schon die Frage, ob man Nudeln vorkochen muss.

Warum ist das so? Ganz einfach!

Im Kochtopf kann man immer mal wieder unter den Deckel gucken, ob genug Flüssigkeit im Topf vorhanden ist. Nudeln benötigen ja wirklich einiges an Flüssigkeit, damit sie „wachsen“ können.

Beim Omnia-Backofen ist das anders. Da soll man nach Möglichkeit so wenig wie möglich den Deckel anheben. Durch das Anheben vom Deckel verliert der Omnia-Backofen seine Oberhitze und es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Unter- und Oberhitze.

Zu wenig Oberhitze bedeutet, dass die Zutaten oft nicht richtig durchgaren und es unten eher anbrennt. Auf die genaue Funktion vom Omnia-Backofen bin ich schon mal eingegangen.

Als ich letztes Jahr die Rezepte für das One-Pot-Kochbuch ausprobiert habe, habe ich vor all den Problemen auch gestanden. Und es hat mich Nerven gekostet.

Warum? Es gibt absolut keine Richtlinie für diese Antwort ob man Nudeln für den Omnia-Backofen vorkochen sollte! Was es aber gibt, sind Tipps, die ich euch gerne mitgebe. Tipps die es euch erleichtern soll, dass eure Rezepte auch gelingen.

Doch warum gibt es keine Richtlinie? Schließlich steht auf jeder Nudelpackung, wie man Nudeln kocht.

Eins vorab: Bitte, bitte kocht niemals eure Nudeln nur mit Wasser im Omnia-Backofen. Der Omnia-Backofen ist kein Kochtopf! Leider gab es solche Versuche, wobei dadurch die Omnia-Form oxidiert ist, weil die Nudeln in Salzwasser „(vor)gekocht“ wurden. Das Wasser lässt eure Form oxidieren! Mir ist das selber beim Ausprobieren für die Creme Brülle passiert. Zum Glück habe ich mittlerweile viele Omnia-Formen, mit denen ich testen kann und mir der Verlust nicht „wehtut“.

Aber zum Trost: Die Form sieht dann zwar unschön aus, ist aber voll funktionsfähig.

Aber zurück zum Thema…

Nudeln benötigen bekanntlich Flüssigkeit. Im Omnia spielen dazu noch die anderen Zutaten eine wichtige Rolle.

Nudeln ziehen die Flüssigkeit nicht nur aus der offensichtlichen Flüssigkeit, sondern auch aus den Zutaten, die Wasser enthalten, wie z.B. den Tomaten!

Das ist schon mal der 1. Grund, warum man nicht pauschal sagen kann, wieviel ungekochte Nudeln und wieviel Flüssigkeit benötigt werden. Die anderen Zutaten spielen auch eine Rolle.

2. Grund:

Die Kochzeit der Nudelart

Auch das ist ein wichtiges Kriterium, was nicht beachtet wird.

Die unterschiedlichen Nudeln haben auch eine unterschiedliche Kochzeit.

Nudeln mit 6 Minuten Kochzeit sind demnach schneller gar und benötigen wenige Flüssigkeit, als Nudeln, die 11 Minuten Kochzeit haben.

200g Nudeln sind 200g Nudeln. Daran ist nichts zu rütteln. Aber 200g Nudeln sind nicht GLEICH 200g Nudeln. Eine Girondole (2 Stück= 1g) ist im Vergleich zur Farfalle (2 Stück = 2 g) kleiner und benötigt demnach schon weniger Flüssigkeit für den Garprozess.

Ich persönlich verwende, gerade bei neuen Rezepten, sehr gerne die Girondole oder die Tagliatelle-Nudelnester. Beide haben eine Kochzeit von 6 Minuten und sind nicht so groß.

Die Tagliatelle-Nudelnester kann man sehr schön nebeneinander in die Omnia-Form legen. Wenn sie gar sind, fallen die Nester sowieso auseinander und man ganz normale „Tagliatelle“, also breite Spaghetti.

Girandole
Girondole
Nudelnester

Aber bitte jetzt nicht die Garzeit auf der Packung 1:1 auf den Omnia-Backofen umlegen. Der Omnia ist noch immer ein Backofen und kein Kochtopf! 

Nudeln brauchen trotzdem länger im Omnia-Backofen. Allerdings brauchen Girondole-Nudeln nicht so lange, wie Farfalle-Nudeln. Das ist einfach das Grundprinzip. 

Farfalle
Farfalle
Gobetti
Gobbetti
Penne Rigate
Maccheroni Mini
Maccheroni (mini)

3. Grund:

Die restlichen Zutaten

Das Nudeln unterschiedliche Garzeiten haben, wissen wir jetzt. Und auch diese Garzeit spielt eine Rolle mit den anderen Zutaten.

Nun packst du die Omnia-Form mit den Zutaten (dies ist kein Rezept!):

  • getrocknete Nudeln
  • gewürfelte Hähnchenbrust
  • Paprikaschoten
  • halbierte Cocktailtomaten

Das Ganze füllst du jetzt mit einer Mischung aus passierten Tomaten, Crème fraîche und etwas Sahne auf.

Die Omnia-Form ist jetzt etwas über die Hälfte oder gar noch mehr gefüllt. 

Du stellt es auf die Gasflamme (2-3 Minuten volle Flamme, 30-40 Minuten mittlere Flamme).

Folgende Ergebnisse wären möglich:

  1. das Ganze läuft über
  2. es riecht verbrannt
  3. zu flüssig
  4. zu fest
  5. Nudeln fertig, Rest nicht
  6. alles perfekt!

Ursachenforschung

Was ist passiert? Was kann man tun? 

Experimentieren! Es ist leider wirklich so. Und das meinte ich damit, dass es keine Richtlinie gibt. 

Mein Tipp:

Die Hälfte von sehr wasserhaltigem Gemüse, z.B. Cocktailtomaten, als zusätzliche Flüssigkeit berechnen (z.B.: 100g Cocktailtomaten= 50ml Flüssigkeit). Bei allem anderen Gemüse würde ich 1/3 als Flüssigkeit berechnen (z.B.: 100g Gemüse= 30ml Flüssigkeit).

Eine weitere Alternative: Nudeln vorkochen!

Zu 1:

Das Ganze läuft über

Das Verhältnis passte nicht. Nur alles in die Omnia-Form füllen und es ungefähr abgemessen zu haben klappt beim Omnia nicht. Nudeln werden groß und rauben einen Teil der Flüssigkeit. Das Gemüse fällt zusammen, gibt aber gleichzeitig Flüssigkeit ab. Auch das Fleisch, welches ja auch Roh dazugegeben wird, gibt Flüssigkeit ab, behält dabei aber fast seine Größe.

Was kann man tun?

Lernen, das Verhältnis besser abzuschätzen.

Mein Tipp:

Experimentieren!!! Dieser „Fehler“ ist der Einzige, den man wirklich nur mir der eigenen Erfahrung aus der Welt schaffen kann. 

Eine weitere Alternative: Nudeln vorkochen!

Zu 2:

Es riecht verbrannt

Das kann zum einen daran liegen, weil die Nudeln am Boden festgeklebt sind oder weil zu wenig Flüssigkeit zugegeben wurde.

Was kann man tun?

Flüssigkeitsmenge überprüfen. Hier hilft nur „einmal unter den Deckel linsen“. Gas ausstellen, Flüssigkeit prüfen und ggf. vorsichtig mit einem Löffel prüfen, ob die Nudeln am Boden festgeklebt sind. Eventuell nun einem Schluck Flüssigkeit zugeben. Omnia-Backofen wieder anstellen. Bitte beachten, dass das Gemüse seine Flüssigkeit erst während des Garvorgangs abgibt!

Mein Tipp:

Wenn man alle Zutaten in die Omnia-Form gefüllt hat, alles ca. 30-45 Minuten stehen lassen. Die Nudeln weichen dann bereits auf und saugen sich mit der Flüssigkeit voll.

Eine weitere Alternative: Nudeln vorkochen!

Zu 3:

Zu flüssig

Entweder zu viel Flüssigkeit, zu wenig Nudeln oder man meinte es mit der Zugabe von Gemüse (Tomaten, Paprika, Zucchini) einfach zu gut. Einige Gemüsesorten sind sehr wasserhaltig, was natürlich im Omnia landet. 

Was kann man tun?

Prüfen, ob man zuviel „wasserhaltiges“ Gemüse zugegeben hatte oder zuviel Flüssigkeit. Falls noch Platz im Omnia wäre, könnte man das nächste Mal auch 10-20g mehr Nudeln zufügen.

Mein Tipp:

1-2 TL Stärke mit etwas Flüssigkeit aus dem Omnia-Backofen glatt rühren, zu den Zutaten im Omnia-Backofen geben, kurz unterheben und den Omnia-Backofen wieder anstellen, sodass es einmal kurz aufkocht und andickt.

Eine weitere Alternative: Nudeln vorkochen!

Zu 4:

Zu fest - wenig Flüssigkeit

Hier hat man entweder zu wenig Flüssigkeit (in Form von Wasser, passierten Tomaten, Sahne oder Gemüse) zugefügt oder zu viele Nudeln, die alles an Flüssigkeit in sich aufgesogen haben, was es gab.

Was kann man tun?

Flüssigkeitsmenge überprüfen. Auch hier hilft nur „einmal unter den Deckel linsen“. Gas ausstellen und Flüssigkeit prüfen. Eventuell nun einem Schluck Flüssigkeit zugeben. Alles leicht und vorsichtig durchrühren. Omnia-Backofen wieder anstellen.

Mein Tipp:

Wenn man alle Zutaten in die Omnia-Form gefüllt hat, alles ca. 30-45 Minuten stehen lassen. Die Nudeln weichen dann bereits auf und saugen sich mit der Flüssigkeit voll. Bitte beachten, dass das Gemüse seine Flüssigkeit erst während des Garvorgangs abgibt!

Eine weitere Alternative: Nudeln vorkochen!

Zu 5:

Nudeln gar - Rest nicht gar

Wenn du Nudeln bereits fertig und weich sind, aber der Rest noch nicht, dann hat das mit den unterschiedlichen Garprozessen der einzelnen Zutaten zu tun.

Was kann man tun?

Die Zutaten in angemessener Größe schneiden! Hähnchenbrust braucht nicht so lange, wie Schweinefleisch oder gar Rindfleisch. Demnach sollte das Fleisch immer in unterschiedlichen großen geschnitten werden, wie die Garzeit ist.

Sind Zutaten vorhanden, wie z.B. Möhren, die nicht so eine lange Garzeit haben, wie Paprika oder Zucchini, sollten auch die Möhren in dünne Scheiben geschnitten werden.

Die Nudeln immer der Garzeit anpassen. So wären hier eventuell eher Nudeln mit einer Garzeit von 8-10 Minuten angebracht, als Nudeln mit einer Garzeit von nur 6 Minuten.

Mein Tipp:

Alle Zutaten vorher gemeinsam ziehen lassen. Größe der Zutaten der Garzeiten anpassen. 

Wenn „das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“ und der Omnia-Backofen bereits auf den Tisch stehen soll, dann noch kurz auf kleiner Flamme einige Minuten weiter garen und mit geschlossenem Deckel 10 Minuten ruhen lassen. Während der Ruhezeit nutzt der Omnia-Backofen die Restwärme und kann nachgaren. Hierbei ist es unbedingt wichtig NICHT den Deckel zu öffnen!

Eine weitere Alternative: Nudeln vorkochen!

Zu 6:

Alles perfekt!

Herzlichen Glückwunsch! Du bist ein richtiger Glückspilz!

Was kann man tun?

Genießen!! 

Das Essen schmeckt nach Nudeln

Das liegt an der Stärke in den Nudeln. Wer den Geschmack nicht mag oder zu penetrant ist, der muss tatsächlich seine Nudeln vorkochen. Da gibt es keine Alternative.

Zusammenfassung

  • Berücksichtigt meine „Flüssigkeitsformel“: Die Hälfte von sehr wasserhaltigem Gemüse, z.B. Cocktailtomaten, als zusätzliche Flüssigkeit berechnen (z.B.: 100g Cocktailtomaten= 50ml Flüssigkeit). Bei allem anderen Gemüse würde ich 1/3 als Flüssigkeit berechnen (z.B.: 100g Gemüse= 30ml Flüssigkeit).
  • Nehmt Nudeln mit einer geringen Garzeit und von geringer Größe (z.B. Girondole).
  • Schneidet Fleisch entsprechend des Garprozesses in individuell große Stücke (Geflügel kleiner als Schwein oder Rind).
  • Gemüse entsprechend schneiden (hartes Gemüse kleiner als weiches Gemüse)
  • Alle Zutaten in die Omnia-Form füllen und 30-45 Minuten stehen lassen. Die Nudeln saugen sich so bereits voll und weichen auf. Es schmeckt zudem intensiver und man hat einen besseren Überblick.

Fazit:

Ich hoffe, ihr konntet einige Tipps zum Kochen von Nudeln im Omnia-Backofen mitnehmen. 

Omnia-Backofen-Anfänger würde ich raten den Mehraufwand zum Vorkochen der Nudeln 1-2 mal in Kauf zu nehmen. So bekommt ihr ein Gefühl für die Menge von ungekochten Nudeln und der dazugehörigen Flüssigkeiten mit Zutaten.

Die ungekochten Nudeln sollte man 3 Minuten weniger kochen, als auf der Packung angegeben, da die Nudeln im Omnia-Backofen noch weiter garen.

Eine sehr gute Alternative sind Nudeln aus der Kühltheke. Sie sind total lecker und müssen nicht vorgekocht werden.

Wenn ihr also eure Nudeln ohne Vorkochen im Omnia-Backofen verwendet wollt, dann experimentiert einfach. Wenn man 1 oder 2 mal kurz unter den Deckel guckt, ist das nicht arg schlimm. Beim Kuchenbacken nimmt der Omnia-Backofen das „unter den Deckel linsen“ schon eher übel. Da kann es passieren, dass der Kuchen nicht so wird, wie man es sich vorstellt….

Mit meinem Rezept „Hähnchen-Nudel-Pfanne“ könnt ihr einmal ein Omnia-Rezept mit ungekochten Nudeln ausprobieren. 

Ansonsten kann ich euch gerne auch mein Kochbuch „OMNIA-KITCHEN – One-Pot, Aufläufe & Gratins“ empfehlen. Diese Rezepte werden, bis auf die Lasagne, alle direkt im Omnia-Backofen zubereitet.

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Hallo Bianca,

    da hast Du dich aber ins Zeug gelegt und es ist schon fast wissenschaftlich geworden ;-). Danke, dass Du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Sehr gut finde ich auch den Tipp mit den frischen Nudeln aus der Kühltheke. Muss ich unbedingt mal probieren.
    Ein kleiner Fehler hat sich in deiner Zusammenfassung beim Fleisch eingeschlichen. Ich denke, dass Huhn größer geschnitten werden kann als Schwein und das größer als Rind.

    Schöne Grüße
    Mario

  2. Die Nudelkochproblematik kann man umgehen, wenn man die Nudeln vor dem Kochen ca. eine Stunde in kaltem Wasser einweicht. Sie werden dann in kürzester Zeit gar, bzw. reagieren wie vorgekocht.
    In der Zwischenzeit kann man andere Sachen vorbereiten oder einkaufen gehen oder…

    1. Hallo Suse,

      Danke für diesen tollen Tipp!

      Liebe Grüße

      Bianca

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Bianca

Ich liebe nicht nur Camping - ich lebe es! Unser Traum ist es, in absehbarer Zukunft, wenn unsere Schlüpfküken alt genug sind um das Nest zu verlassen, im Wohnmobil zu leben und zu arbeiten. Momentan bin ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einer Krankenkasse noch als Forschungsbeauftragte am Institut für Kinderentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen. Meine große Leidenschaft sind meine Family, das Kochen und das Reisen.
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