CORONA - Krise oder Chance?

CORONA – als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich, wie viel andere „Panikmache“. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich schnell Angst machen lassen. Ich rede allerdings auch solche Sachen nicht runter, sondern nehme es schon ernst und gebe es an meine Umwelt auch so weiter. Aber CORONA ist gerade noch sooooo weit weg gewesen.

CORONA ist in Wuhan, eine mir bisher unbekannte Stadt irgendwo in China. 10.618 km entfernt. Also ganz weit weg….

Dann war CORONA in Italien. Der Virus bahnte sich seinen Weg durch das Land nach Europa. Die Gedanken wurden intensiver. Aber der Virus war noch so weit weg.

Und plötzlich waren die ersten Infektionen in Deutschland und das Virus kam näher. Die ersten Erkrankten sind in unserem Bundesland festgestellt worden und plötzlich war CORONA in der Stadt. Das Virus war plötzlich nicht mehr weit weg, sondern ganz nah.

Ich verfolgte schon seit langem die Nachrichten und auch die Pressekonferenzen vom Robert-Koch-Institut. 

Aber noch immer gehöre ich zu den Menschen, die keine Panik verbreiten, sondern eher sachlich daran gehen. Das Virus MUSS man ernst nehmen! Ja, es sterben auch Menschen daran. Wenn man sich die Todeszellen und auch die verstobenen Personen genauer anschaut, wird man feststellen, dass es sich um Personen der sogenannten „Risikogruppe“ handeln, also „Alte und Kranke“, wie man so schön sagt. Schwangere und Kinder gehören bei CORONA allerdings nicht zu den Risikogruppen!

Und es geht hauptsächlich um diese Personen! Und die müssen wir schützen – WIR ALLE!

Es geht darum, dass die Infektionen zurückgehen und dadurch die Krankenhausaufnahmen geringer und die Virus-Ausbreitung verringert wird. Die Beatmungspatienten müssen Zeit haben um gesund zu werden.

Noch als CORONA im weit entfernten Wuhan war und langsam Richtung Europa steuerte, habe ich die ersten Auswirkungen von CORONA mitbekommen – Hamsterkäufe🙈!

Plötzlich waren die Regale leer. Weil irgendwelche Bekloppten der Meinung waren, dass die Welt anscheinend nächste Woche untergeht. 

Ich braucht „nur“ passierte Tomaten. Also ein Produkt, was im Supermarkt immer vorhanden ist. Doch das Regal war absolut leergefegt. Nur noch ein paar Artikel der „Luxus“-Produkte waren vorhanden. Kopfschüttelnd bin ich mit anderen Kunden ins Gespräch gekommen. Alle waren sehr bestürzt und hatten keine Worte für diese Situation – außer ein Kopfschütteln! Was mich allerdings sehr in diesem Gespräch bewegt hat, war eine Rentnerin, die ebenfalls passierte Tomaten für ihr Mittagessen für diesen und den nächsten Tag eingeplant hatte. Sie meinte nur, dass ihr für die Tomatensuppe mit etwas Reis für 2 Tage  2,00 € zur Verfügung standen. Da jetzt bereits 500ml passierte Tomaten 1,29 €, statt 0,39 €, kosteten, muss sie ihren Plan ändern. Ich fragte sie, was sie alternativ machen wird. „Ach Kind, ich habe immer etwas Brühe im Haus. Das muss dann mit einer Scheibe Brot reichen, wenn man eine kleine Rente hat.“ Sie hat bereits den Krieg als Kind überlebt, dass wird sie auch überstehen, meinte sie noch. Und das alles in einer Tonlage, die so viel Verständnis für diese Situation aufbrachte. Ob sie jetzt zur Kasse geht, wollte ich wissen. „Womit soll ich den zur Kasse gehen? Ich gehe jetzt nach Hause“. „Nein, wir gehen jetzt gemeinsam zur Kasse“, meinte ich, nahm noch 2 Päckchen passierte „Luxus“-Tomaten und nahm sie mit zur Kasse. Klar, sie wollte es nicht. Aber mir tun diese 1,29 € pro Päckchen nicht wirklich weh. Aber dieser netten, alten Omi, die mit ihrer kleinen Rente so verständnisvoll haushaltete, wollte ich jetzt helfen. 

An der Kasse habe ich die Kassiererin gefragt, ob noch Ware kommt. Sie meinte nur, dass es schwierig ist. Es geht dabei nicht darum, dass keine Produkte hergestellt werden könnten. Es geht darum, dass die Firmen kein Verpackungsmaterial aus China bekommen. Und dabei ging es nur um die Rohlinge, also das Material, was noch bedruckt werden muss.

Mit zitternder Stimme und tränenden Augen hat sich die alte Dame bei mir verabschiedet.

Ja, das waren meine ersten Kontakte mit der CORONA-Hysterie.

Diese Hamsterkäufe schaden vor allem auch die Personen, die mit jedem Cent aushalten MÜSSEN. 

Ich kann diese Hamsterkäufe ja nachvollziehen, aber die sind absolut irrational!

Schlimm fand ich, dass sogar beim Großhändler, wie die Metro, die Regale leer waren. Mehl, Nudeln, Toilettenpapier, Seife, Konserven….alles leer. Nach Informationen von einer Mitarbeiterin liegt das nicht daran, dass nichts produziert wird. Es liegt daran, dass man nicht abgefüllt werden kann, weil die Verpackung nicht aus China geliefert wird. Hier das gleiche Problem…

Es ist doch erschreckend, wie stark Europa von China abhängig ist…

Letzte Woche wurde die Schulschließung beschlossen. Ich finde diese Maßnahme richtig. Ich weiß allerdings auch, dass einige nun Betreuungsprobleme bekommen. Ich hab da schon etwas mehr Glück – ich arbeitet von zu Hause aus und mein Schlüpfküken, welches noch zur Schule geht, ist bereits 18 Jahre.

Frank und ich haben vorher schon „rumgeflachst“, dass es bei uns 2 Bazillus Maximus zur Übertragung von CORONA gibt: Unsere Schlüpfküken Joanna und Josy 😁! Die beiden haben Kontakt zur vielen Personen, in der Schule, im Verein, Fitnessstudio oder auch privat. Wobei die Josy da den größeren Übertragungsradius hatte. Frank und ich sind „unter uns“. Wir arbeiten gemeinsam im Homeoffice – alleine. Wir fahren mit dem Wohnmobil weg – alleine. 

Wie gesagt, die einzigen Risiken in unserer Umgebung waren tatsächlich unsere Schlüpfküken oder auch die Zusteller von DHL oder DPD, die bei uns täglich die Bestellungen abholen 😁. Deswegen fand ich persönlich die Schulschließung zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung sinnvoll.

Die nächste irrationale Begegnung mit CORONA hatte ich dann Ende letzter Woche. AmVortag wurde die Schließung von Schulen und Kitas beschlossen. Und darum gebeten, sich von größeren Veranstaltungen fern zu halten.

Ihr glaubt gar nicht, was am Samstag beim Großhändler los war 🙈. Die Obst- und Gemüseabteilung war bereits um 10:30 Uhr radikal leer!!! Die Paletten von Toilettenpapier waren leer. Und wir reden hier von PALETTEN! Seifen jeder Art – ausverkauft! Desinfektionsmittel – ausverkauft! Und so zog sich das durch die gesamte Produktpalette. Die Schlangen an der Kassen waren soooooo lang, dass wir 45 Minuten brauchten bis zur Kasse. Alter Schwede. Das waren Ausmaße…unkontrollierbar. Vielen Einkäufer dauerte es wohl zu lange und sie ließen einfach ihren voll gefüllten Einkaufswagen im Gang stehen. Angestellte waren damit beschäftigt, den Inhalt diese verwaisten Einkaufswagen wieder ins Sortiment zu räumen. Wir haben versucht aus dieser Situation das Beste zu machen und nahmen es teilweise mit Humor. Und zwar wirkte sich das so aus, dass ich, sowie andere Kunden diese verwaisten Einkaufswagen ausgeschlachtet haben 😁. Das heißt, wir haben wirklich geschaut, ob sich dort Artikel befinden, die wir nicht bekommen haben. „Hey, Nudeln!!!“, meinte eine andere Kundin freudig. Irgendwie war das schon gruselig. Aber was soll man machen….

Reinigungsmittel im Großhandel
Toilettenpapier - ausverkauft
Konserven-Abteilung
Brot, Toast und Co. - ausverkauft!

Am Montag morgen sind wir bereits um 7:00 Uhr im Supermarkt gewesen. Na, diese Idee hatten auch einige andere. Wir benötigten u.a. Toilettenpapier 🙈. Ich war in 4 verschiedenen Supermärkte – ausverkauft. Wir wollten noch einmal unser Glück bei REAL versuchen. Diese öffnen allerdings erst um 8:00 Uhr, was ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Wir waren bereits um 7:45 Uhr da. Und es war schon eine ziemliche Schlange vor der geschlossenen Tür. Kurz vor 8:00 Uhr waren dort so viele Leute, als wäre es eine Großveranstaltung – und das sollten wir doch meiden 😂. Pünktlich um 8:oo Uhr wurden die Türen geöffnet. Alter Schwede, die Leute haben sich sowas von reingedrängt, als würde es in einer Stunde keine Lebensmittel mehr geben. Und dann…fingen die Leute an zu rennen!! Ehrlich, die sind durch den Supermarkt gerannt. Unterwegs haben sie einfach wahllos Konserven, die gerade in den Gängen aufgebaut waren, in den Wagen geschmissen. Ich hab sowas noch nicht gesehen. Die Meisten liefen Richtung Hygieneabteilung. Als wir dann ebenfalls dort angekommen sind, sind uns bereits die Ersten, mit Toilettenpapier gefüllte Einkaufswagen, entgegengekommen. Ich war echt schockiert! Es gab zwei Paletten mit Toilettenpapier. Und jedes Paket war sogar im 24-er-Pack! Ich war einfach froh, noch ein Paket bekommen zu haben. Mehr wollte ich auch nicht. Aber ehrlich…dieser Zustand hat mich sehr schockiert. 

Die Angestellten des Supermarktes standen, mit verschränkten Armen, am Rand in den Gängen und haben diesen Irrsinn wortlos beobachten. 

Ich hab mich immer nur eine Frage gestellt: Wo lagert ihr all das Zeug? 😂 Aber, so lustig es sich anhört, umso schockierender ist diese Situation auch.

Wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat: 

WIR WERDEN NICHT VERHUNGERN! DIE SUPERMÄRKTE BLEIBEN OFFEN!

Und ich bin noch immer schockiert über diese CORONA Auswirkung. Leute, denkt einfach mal nach! Aber vielleicht bin ich einfach nur von diesem „ich, ich, ich“ oder „meins, meins, meins“ schockiert. Dazu bin ich nicht der Typ. Ich gebe lieber die Hälfte meiner Klopapierpackung ab, als alles alleine mit für mich zu raffen.

Josy war natürlich absolut begeistert, dass sie jetzt 5 Wochen CORONA Ferien hat. Allerdings hat sie bereits am nächsten Werktag bemerkt, dass diese „Ferien“ kein Zuckerschlecken sind. „Wo kann man den heute hingehen?“, meinte sie am Montag. Schwimmbäder, Zoos und Kino hatten ja zu. „Nirgendwo hin“, meinten Frank, Joanna und ich dann gleichzeitig. Dabei habe wir uns ziemlich kaputt gelacht. Ich denke, unserer Josy wurde in diesem Moment erstmal klar, dass das „gesellschaftliche Leben“ auf Eis gelegt wurde.

Gegen Mittag habe ich dann auch mal eine positive CORONA Auswirkung erlebt: Die Brettspiele wurden aus der Versenkung geholt! Den ganzen Nachmittag haben Joanna und Josy „DIE INSEL“ gespielt. Am späten Nachmittag haben sich dann ihre Freunde Dennis und Justin dazu gesellt. Zu viert haben sie versucht DIE INSEL zu erobern. Ich habe diese Atmosphäre schon genossen. Es war einfach auch schön zu sehen, dass CORONA auch positive Veränderungen bringt. 

Auch die Schule hat schnell reagiert. Mit der weltweiten Lernplattform MOODLE bekommt Josy und die Schüler ihrer Schule nun (Haus-) Aufgaben übermittelt. Und somit ist das Thema „Langeweile“ ja auch schon wieder fast vom Tisch und die CORONA-Ferien bekommen eine ganz andere Bedeutung 😉.

Und seit dem 16.03.2020 um 18:00 Uhr hat unsere Bundeskanzlerin in einer Presseerklärung auch die Leitlinien für das allgemeine Verhalten zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts der CORONA Epidemie in Deutschland bekannt gegeben. Darin wurde festgelegt, dass u.a. der „Einzelhandel für Lebensmittel“ NICHT geschlossen wird.

Also, liebe Hamsterkäufer: Ihr könnt auch morgen noch einkaufen gehen…und übermorgen…und eventuelle sogar am Sonntag. Denn das Sonntagsverkaufsverbot wird zunächst ausgesetzt.

Schade ist allerdings, dass durch CORONA nun alle Veranstaltungen jeglicher Art ausfallen. Und dabei spreche ich noch nicht mal von den Diskotheken, Cafés, Bars oder Museen. Denn das ist richtig – trotz der Umsatzeinbußen der Inhaber. Ich denke da eher an die sogenannten „weißen Sonntage“, die gerade wieder anstehen. Ich meine die Konfirmationen und Kommunionen. Diese finden wohl voraussichtlich nicht statt. Freunde haben bereits ihre Hochzeit verschieben müssen.

Unsere Messen für März bis April sind bereits alle abgesagt worden. Und das schon, bevor das Robert-Koch-Institut oder der Gesundheitsminister die Empfehlung einer Absage von Veranstaltungen ab 1.000 Personen gegeben hat. Natürlich hat dies nicht nur einen Umsatzrückgang für uns zur Folge. Aber wir haben uns bereits im Vorfeld nicht nur die Fragen gestellt, ob überhaupt jemand die Messen besucht, sondern auch ob WIR uns diesem Risiko  aussetzen sollten. Wir stehen im direkten Kundenkontakt. Normalerweise arbeiten Frank und ich alleine im Homeoffice. Sind also grundsätzlich nicht der direkten CORONA-Gefahr ausgesetzt.

Man muss sich mal vorstellen, was alles so hinter einer Veranstaltung steckt. Einer unserer Messen wurde 3 Tage vorher abgesagt. War, aufgrund der aktuellen Lage, auch nicht anders möglich. Abgesehen davon, dass wir hier bereits einen riesigen Warenbestand von Omnia-Backöfen und Zubehör sowie Rezeptbücher hatten, bin ich ganz froh, dass wir unsere Lebensmittel immer direkt vor einer Veranstaltung einkaufen. Die Lebensmittel sind verderblich, unserer Warenbestand nicht. Ich musste immer an den Salami-Verkäufer, der mit uns als Mitaussteller auf einer Messe ist, denken. er bezieht seine Ware aus Frankreich. Und der hat sich mit Sicherheit schon ziemlich mit Ware eingedeckt, die er ja nicht in dem Ausmaß verkaufen kann, wie geplant.

Und der Veranstalter selber? Der muss z.B. das riesige Partyzelt absagen, was ein finanzielles Loch beim Messeaussteller treibt. Der Veranstalter hat durch die abgesagte Messe zudem finanzielle Einbußen (so wie wir ja auch). Andere Aussteller mussten Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels oder Pensionen absagen. Das trifft wiederum die Hotelbranche. Es ist eine schirr finanziell endlose Kette, die durch CORONA ausgelöst wurde.

Allerdings wurde leider auch Urlaubsreisen ins In- und Ausland untersagt. Verdammt und das gerade bei dem schönen Wetter 😉. Ja, auch uns Camper hat es getroffen. Dachten wir doch immer, dass wir Reisen dürfen, schließlich gehen wir nicht ins Hotel, sondern sind für uns alleine in unserem fahrenden Zuhause. Doch es kommt anders, als man denkt. Camping- und Stellplätze wurden zunächst bis zum 19.04.2020 geschlossen. Und das Reisen im In- und Ausland wurde von der Bundesregierung untersagt. Aber das ist ja auch richtig! Nur soooo kann man das Virus verlangsamen. 

Aber jetzt sind wir wirklich gefragt: 

Bleibt tatsächlich zu Hause! Es ist für uns alle wichtig. Auch, wenn ihr meint, man kann sich ja einsam und verlassen in den Wald stellen. Nein! Kann man nicht! Nicht in Zeiten von CORONA. 

Corona - und die Welt wird sich verändern

Ich bin absolut davon überzeugt, dass die Welt sich durch CORONA verändern wird. Zumindest hoffe ich das! Es MUSS ein Umdenken stattfinden. 

Das die Schulen und Kitas wegen CORONA geschlossen wurden hat für viele Eltern oder vor allem alleinerziehende Mütter zu einem wahren Balanceakt zwischen Kinderbetreuung und Job geführt. Vielleicht denken jetzt einige Arbeitgeber um und richten Homeoffice ein, was ja in einigen Berufen problemlos möglich wäre. Doch bei den wichtigen Pflegekräfte, Polizei, Feuerwehr oder auch die Supermarktangestellten ist Homeoffice nicht möglich und gerade sie sind der derzeitigen Ansteckungsgefahr gnadenlos ausgeliefert. Supermarktangestellte, Lieferanten und auch die Müllabfuhr sorgen gerade dafür, dass unser Leben einigermaßen weitergeht. Pflegekräfte und Ärzte gehen an ihre Grenzen. Ich hoffen, dass unsere Regierung nun einmal mehr Gedanken an unsere Pflegekräfte „verschwendet“ und diesen Beruf in irgendeiner Weise „attraktiver“ macht. Dazu zählt nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Arbeitsweise, Schichtarbeit und vor allen die Kinderbetreuung. Wer ein Kind hat und nachts arbeiten muss, der kennt diese Problematik. Und es geht dann ja nicht nur um die Nacht-Betreuung. Diese Arbeitskräfte müssen ihren Schlaf nun mal auch irgendwann nachholen. Dafür muss auch die Kinderbetreuung gesichert sein. Ja, dieses Problem ist bekannt. Aber vielleicht hilft CORONA eine positive Veränderung zu beschleunigen oder endlich mal in Gang zu bringen.

Aber auch unsere Schulen sollten umdenken! Warum nicht für 2-3 Tage in der Woche ein „virtuelles Klassenzimmer“ einrichten? Unterricht über das Internet 🤗. Facetime, Google Duo oder auch Skype bieten u.a. dafür die technischen Möglichkeiten.

Ich bin nicht direkt für eine komplettes virtuelles Klassenzimmer, da ich noch immer finde, dass die sozialen Kontakte erhalten bleiben müssen. Und das Fach „Sport“ muss ja auch irgendwie durchgeführt werden 😉. Oder Hauswirtschaft und Schwimmen.

Die Abhängigkeit von China finde ich erschreckend. Kommen wir nun zurück zu „Made in Germany“? Doch dagegen stehen die günstigen Produktionskosten von China und Co. Wenn schon eine blanke Verpackung (ohne Druck) die Produktion in Deutschland zum Stillstand bringen kann, müssen andere Lösungen her. 

Aber wir sind nicht nur von China abhängig. Viel Obst und Gemüse kommt aus den Niederlanden, Frankreich, Spanien oder dem unter Quarantäne gestellten Italien. Die Obst- und Gemüseabteilungen werden in den CORONA Zeiten nicht mehr das gewohnte Sortiment haben, wie wir es gewohnt sind. Lieferungen aus diesen Ländern kommen nicht schnell genug über die Grenzen. Die CORONA Kontrollen dauern zu lange. Ob jetzt wieder mehr Leute ihr eigenes Gemüse anbauen?

Das „Familienleben“ scheint einen neuen Sinn zu bekommen. Bei uns sind viel mehr Familien mit dem Fahrrad unterwegs, als noch letztes Jahr. Nicht in Gruppen, sondern „unter sich“.

Es ist die Zeit der „Entschleunigung“ und auch der „Extra-Handwäsche“. Auch wir merken es. Plötzlich wird die Welt langsamer. Man hetzt nicht mehr ins Kino, Museum oder muss unbedingt noch heute die neue Jeans kaufen. Nur das hetzten in den Supermarkt ist geblieben, oder besser gesagt, schlimmer geworden – zumindest bei einigen.

Ich bin der Meinung, dass die Natur sich wehrt. Dieser Meinung bin ich nicht erst seit CORONA oder Nostradamus, sondern schon seit Orkan Lothar (1999) , Kyrill (2007) oder jetzt auch Sabine (2020). Die Natur holt sich alles zurück! 

Bei jedem Orkan kippen jede Menge Bäume um – aber nur die Kranken und Schwachen. Die Natur reinigt sich selber. Und auch CORONA will uns zeigen, dass nicht alles so verständlich ist, wie wir es meinen. Ich glaube jetzt nicht an den „Prophezeihungen“ von Nostradamus. Diese Prophezeihungen sind zwar interessant, aber soooo weit ausgelegt, dass es immer irgendwie und irgendwann passt. Aber ich glaube an „Mutter Natur“. Wir sehen Ressourcen wie Wasser, Strom und frische Luft als selbstverständlich an. Gerade beim Camping merke ich immer wieder wie sorglos einige teilweise mit Wasser umgehen. Doch gerade beim Camping ist Wasser und Strom ein kostbares Gut. Was auch mir immer wieder erneut klar wird, wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind.

Und da Mutter Natur gerade mega durchgreift, denke ich auch, dass sich die Welt verändert. Und die Welt ändert sich nur dann, wenn WIR uns ändern. Mutter Natur kann uns nur „in den Hintern treten“. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Unser Wohnmobil in der CORONA Pause

Unser Wohnmobil steht direkt vor unserem Küchenfenster. Mitten in der Sonne mit vollem Tank und aufgeladen. Ja, auch wir könnten direkt losfahren. Gerade jetzt wo die Saison beginnt. Aber es ist „CORONA Pause“ 😔.

Auch wenn es in den Fingern kribbelt, der Zündschlüssel deinen Namen ruft und das Wetter momentan verlockend ist. Bleibt zu Hause! Setzte euch, sofern es euch Möglich ist und es noch keine Ausgangssperre gibt, mit einem Kaffee ins Wohnmobil.

Ich denke, so werde ich es in den nächsten Tagen auch machen. Ein bisschen Zeit im Wohnmobil verbringen. Mal ein Kaffee oder Latte Macchiato dort trinken. Oder vielleicht auch den Omnia-Backofen anschmeißen 😁. Hier und da einige Schrauben nachziehen. Wir könnten sogar aus dem Wohnmobil heraus arbeiten 🤔 – HOMEOFFICE halt 😉. 

Ja, das Reiseherz blutet. Die Sehnsucht nach Strand und Meer. Die Freiheit. Verdammt, der Campervirus ist schlimmer als CORONA 😂. Doch wir müssen jetzt gaaaanz stark sein.

Nutzt die Zeit neu

Holt die Brettspiele raus. Lest ein Buch oder kuschelt auf der Couch. Netflix und Co. stellt zudem ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm zur Verfügung. Genießt den Spaß bei „Mensch-ärgere-Dich-Nicht“ oder schließt die Playstation an. Wie lange ist es her, dass du aus 24 Decken, Stühle und jede Menge Kissen eine „Bude“ gebaut hast? 

Vielleicht hat noch jemand die alte, elektronische Dartscheibe im Keller rumfliegen. Ein Spaß für die ganze Familie!

Urlaubsreisen ins Ausland mussten storniert werden. Ich denke, das dieses Jahr viele unser eigenes Land neu entdecken werden. Die Ostsee wird bestimmt wieder dermaßen überlaufen sein 🙈. Auch wir planen eine „Ersatzroute“ in Deutschland. Geplant war für 2020 eigentlich eine Dänemark-Rundreise. Doch die läuft uns ja nicht weg. Das Umdenken beginnt…

Wir machen uns ebenfalls wirklich Gedanke, was wir für uns ändern können. Wir haben auch schon einige Ideen, wovon wir bestimmt ein oder drei umsetzen werden.

CORONA ist demnach nicht nur eine Krise, sondern auch die Chance zum Umdenken. Die Chance zum Zusammenhalt und auch die Chance zur Neuorientierung.

Was können wir machen?

Auf jeden Fall kann jeder einzelne von uns die Pflegekräfte und die Ärzte unterstützen. Wie jetzt? Spinnst du? Nö! Denn die Lösung ist ganz einfach: 

Bleibt zuhause! Dies reduziert die Ansteckungsgefahr und die Ausbreitung!

Auf uns allen kommen harte Zeiten zu. Also lasst uns das Beste daraus machen. Haltet euch an den Vorgaben und Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Institut. Bezahlt „Kontaktlos“, da das Virus sich auch über unsere wundervolles Klimpergeld überträgt. Zwar ist die Ansteckungsgefahr darüber sehr gering, aber sie ist da. Schließt euch nicht der allgemeinen Hysterie an, sondern denkt sachlich. Vermeidet Gruppenansammlungen und geht mit euren Kindern nicht auf Spielplätzen. Haltet den empfohlenen Mindestabstand von 1,5m zu Personen. Schützt unsere alten Mitbürger! Kümmert euch um Nachbarn, wenn diese Unterstützung brauchen.

Eine Übertragung erfolgt nur von Mensch zu Mensch!

Lothar Wieler (Robert-Koch-Institut)

Und zum Schluss hab ich noch einen Tipp für alle, die Angst haben, dass das Klopapier ausgeht. Es gibt tatsächlich, neben Blätter sammeln im Wald, ein Alternative – ob ihr es glaubt oder nicht 😉: 

Wenn dir das Toilettenpapier ausgeht 😉:

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